Lewandowski verlässt Barcelona: Was Profisportler bei der Vermögensplanung wissen müssen

Profisportler und Vermögensberater besprechen Altersvorsorge in modernem Büro

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Julia Julia RichterVermögensberatung
4 Min. Lesezeit 3. Mai 2026

Robert Lewandowski verlässt den FC Barcelona — und das ausgerechnet in der schlechtesten Saison seiner Karriere. Der 37-jährige Weltfußballer, der mit nur 17 Toren in 40 Spielen seinen bisherigen Tiefpunkt bei Barça erlebte, steht laut Medienberichten vom 2. Mai 2026 vor einem Wechsel zu Juventus Turin: ein Angebot von 6 Millionen Euro netto pro Jahr liegt auf dem Tisch. Was kaum jemand thematisiert: Wie Profisportler in dieser kritischen Karrierephase ihr Vermögen richtig absichern.

Die Entscheidung Lewandowskis symbolisiert, womit jeder Spitzensportler früher oder später konfrontiert wird — der langsame Abschied vom Hochleistungssport. Für die Vermögensplanung ist dieser Moment entscheidend.

Lewandowskis Situation: Warum jetzt Vermögensplanung so wichtig ist

Mit Ablauf seines Vertrages am 30. Juni 2026 endet für Lewandowski ein Karriereabschnitt, der ihn zu einem der bestbezahlten Stürmer Europas gemacht hat. Barcelona bot ihm lediglich eine Jahresverlängerung mit deutlich reduziertem Gehalt an — ein Angebot, das er ablehnte. Angebote aus der MLS (Chicago Fire) und Saudi-Arabien lehnte er ebenfalls ab, da er seinen letzten Profivertrag in der Serie A absolvieren möchte.

Dass Lewandowski kluge Standortwahl als Teil seiner Karriereplanung betreibt, ist aus Vermögensperspektive nachvollziehbar. Die Wahl der Serie A über MLS und Saudi-Arabien deutet auf einen Spieler hin, der seine letzte aktive Phase bewusst gestaltet — steuerlich, sportlich und strategisch. Doch die entscheidende Frage für alle Profisportler lautet: Was kommt nach der aktiven Karriere — und wie gut ist man darauf vorbereitet?

Das Einkommensproblem nach dem Karriereende

Das Problem ist bekannt, wird aber häufig verdrängt: Profisportler verdienen in kurzer Zeit sehr viel Geld — und verlieren dann mit dem Karriereende ihr Einkommen nahezu schlagartig. Für Lewandowski, der in seiner Spitzenzeit über 30 Millionen Euro pro Jahr verdiente, ist das weniger dringlich. Aber für den durchschnittlichen Bundesliga-Profi oder Mannschaftsspieler auf europäischem Niveau sieht die Realität oft anders aus.

Laut der Deutschen Fußball Liga (DFL) beenden viele Profifußballer ihre aktive Karriere zwischen 30 und 35 Jahren. Das Erwerbsleben danach kann weitere 30 bis 40 Jahre umfassen — ein Zeitraum, für den die Einnahmen aus der aktiven Zeit reichen müssen.

Welche Finanzstrategien Spitzensportler wählen sollten

Ein erfahrener Vermögensberater empfiehlt Profisportlern typischerweise folgende Bausteine:

1. Frühzeitige Diversifikation der Einkommensquellen Wer ausschließlich auf das Spielergehalt setzt, lebt gefährlich. Erfolgreiche Sportler wie Lewandowski investieren früh in Immobilien, Unternehmensanteile und andere Assetklassen. Lewandowski ist beispielsweise an verschiedenen Geschäftsvorhaben in Polen beteiligt.

2. Steueroptimierte Strukturen Hochverdiener profitieren von professionell aufgesetzten Gesellschaftsstrukturen, die legale Steueroptimierung ermöglichen. Besonders bei internationalen Karrieren — Lewandowski spielte in Polen, Deutschland und Spanien — entstehen komplexe steuerrechtliche Situationen, die spezialisierte Beratung erfordern.

3. Langfristige Altersvorsorge jenseits der gesetzlichen Rente Profisportler zahlen zwar in die gesetzliche Rentenversicherung ein, die Beiträge entsprechen aber selten dem Niveau ihrer tatsächlichen Einkünfte. Private Rentenversicherungen und fondsgebundene Vorsorgelösungen sind deshalb essenziell.

4. Absicherung gegen Berufsunfähigkeit Das unterschätzte Risiko: Eine schwere Verletzung kann eine Profikarriere von heute auf morgen beenden. Lewandowski selbst verpasste Beginn der Saison 2025/26 durch Muskelverletzungen. Eine leistungsstarke Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Profisportler unverzichtbar.

Was Deutschland-Profis über Steuerrecht und Vermögen wissen müssen

Für Sportler, die in Deutschland tätig sind oder waren, gelten besondere steuerliche Regeln. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht die Zulassung von Finanzberatern und Vermögensverwaltern in Deutschland — ein wichtiger Schutz für Profisportler, die auf der Suche nach seriöser Beratung sind.

Besonders relevant für Ex-Profis oder aktive Spieler:

  • Werbungskosten: Ausgaben für Trainingsausrüstung, Physiotherapie und sportbezogene Reisen können steuerlich geltend gemacht werden
  • Sponsoringeinnahmen: Diese müssen korrekt als Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit deklariert werden
  • Internationale Steuerpflicht: Wer in mehreren Ländern tätig war, muss Doppelbesteuerungsabkommen kennen und korrekt anwenden

Ähnliche Fragen stellten sich auch für Thomas Müller beim Wechsel zu Vancouver Whitecaps — international tätige Sportler stehen vor komplexen Steuer- und Vermögensfragen.

Der richtige Zeitpunkt für Vermögensberatung

Ein häufiger Fehler: Profisportler warten zu lange mit der professionellen Vermögensplanung. Der ideale Zeitpunkt ist nicht das Ende der Karriere, sondern der Beginn des Karrierehöhepunkts — also genau dann, wenn die Einnahmen am höchsten sind.

Für Sportler im Alter von 28 bis 35 Jahren, die sich noch im Hochleistungsbereich befinden, gilt:

  • Spätestens jetzt sollte ein unabhängiger Vermögensberater konsultiert werden
  • Die Planung sollte 20 bis 30 Jahre nach dem Karriereende abdecken
  • Kurzfristige Luxusausgaben sollten klar von langfristigen Investitionen getrennt werden

Wann lohnt sich eine professionelle Beratung?

Profisportler — aber auch hochverdienende Freelancer, Manager und Unternehmer — sollten einen zertifizierten Vermögensberater hinzuziehen, wenn:

  • Das jährliche Nettoeinkommen dauerhaft über 100.000 Euro liegt
  • Internationale Einkommensquellen oder Wohnsitze im Spiel sind
  • Immobilien oder Unternehmensanteile erworben werden sollen
  • Eine berufliche Neuorientierung (Karriereende) bevorsteht
  • Erbschaften oder größere Vermögensübertragungen geplant sind

Robert Lewandowski zeigt, wie eine kluge Karriereplanung aussehen kann — selbst im Alter von 37 Jahren sucht er bewusst das beste Umfeld für seine letzte aktive Phase. Diese strategische Denkweise sollte Vorbild für jeden Hochverdiener sein, der seinen Lebensstandard auch nach dem Karriereende sichern möchte.

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Bildnachweise : Dieses Bild wurde mittels künstlicher Intelligenz generiert.

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