Roland Trettl bei Kitchen Impossible: 5 Ernährungstipps, die jeder Österreicher kennen sollte

Spitzenkoch Roland Trettl in der Küche – professionelles Kochen als Vorbild für gesunde Ernährung

Photo : Helge Kirchberger/Red Bull Hangar-7 GmbH / Wikimedia

Claudia Claudia GruberGesundheit
4 Min. Lesezeit 19. April 2026

Roland Trettl übernimmt am 19. April 2026 um 20:15 Uhr auf VOX die Moderation von „Kitchen Impossible" – und tritt dabei gegen seinen langjährigen Freund Martin Klein an. Der Südtiroler Koch mit Wahlheimat Salzburg gilt als einer der besten Köche Österreichs. Was steckt hinter dem kulinarischen Erfolg von Spitzenköchen wie Trettl – und was können wir von ihren Ernährungsgewohnheiten für unsere eigene Gesundheit mitnehmen?

Roland Trettl und Kitchen Impossible Staffel 11

Tim Mälzer, der gewohnte Gastgeber von Kitchen Impossible, gönnt sich in dieser Staffel eine Auszeit. Drei Folgen lang führt Roland Trettl als Moderator durch das beliebte Kochduell-Format. In der Folge vom 19. April duelliert er sich mit Koch-Kollege Martin Klein: Trettl kocht in Amsterdam und auf den Färöer-Inseln in Tórshavn, während Klein in Köln und Helsinki seinen Kochkünsten freien Lauf lässt.

Trettl ist in Österreich keine unbekannte Größe. Der gebürtige Südtiroler hat jahrelang als Küchenchef im legendären Restaurant „Ikarus" im Hangar-7 in Salzburg gearbeitet – einem der renommiertesten Restaurants Europas. Sein Ansatz: beste Zutaten, minimale Verarbeitung, maximaler Geschmack.

Was Spitzenköche anders machen als wir

Wer professionelle Köche beobachtet, erkennt schnell: Sie essen anders als der österreichische Durchschnitt. Nicht zwangsläufig weniger, aber bewusster. Diese Prinzipien zeichnen die Esskultur in Profiküchen aus:

1. Saisonalität vor allem anderen

Spitzenköche kaufen, was gerade Saison hat – nicht, was im Supermarkt ganzjährig verfügbar ist. Im April bedeutet das in Österreich: Bärlauch, Spargel, Rhabarber, frühe Radieschen. Saisonales Gemüse enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe, weil es reif geerntet wird. Laut der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) decken saisonale Produkte den täglichen Mikronährstoffbedarf deutlich besser als importierte Ware mit langen Transportwegen.

2. Fett ist nicht der Feind

In der Spitzenküche wird reichlich Butter, Olivenöl und gutes Schmalz verwendet. Was paradox klingt, hat ernährungswissenschaftliche Grundlage: Hochwertige Fette sind essenziell für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K) und die Gehirnfunktion. Das Problem sind nicht Fette per se, sondern industriell verarbeitete Transfette in Fertigprodukten.

3. Kochen als Prävention

Wer selbst kocht, isst durchschnittlich 500 Kalorien pro Tag weniger als jemand, der häufig auf Fertiggerichte oder Restaurantessen zurückgreift – so eine Studie der Johns Hopkins University. Eigenkochen bedeutet Kontrolle über Zutaten, Salz- und Zuckergehalt.

4. Umami als natürliche Würze

Trettl und andere Spitzenkoch nutzen konsequent Umami-reiche Zutaten: Parmesan, Miso, Tomaten, Pilze, Sardellen. Die fünfte Geschmacksrichtung sorgt für Sättigung und reduziert den Salzbedarf – ein direkter Vorteil für die Herzgesundheit.

5. Qualität statt Quantität

Ein 200-Gramm-Steak aus guter Haltung ist ernährungsphysiologisch wertvoller – und befriedigender – als 400 Gramm billiges Convenience-Fleisch. Wer besser einkauft, isst automatisch weniger.

Ernährung und Gesundheit: Wann ein Experte wirklich hilft

Die Werbung verspricht ständig neue Wunderkuren, Superfoods und Detox-Programme. Die Wahrheit ist nüchterner: Ernährung ist individuell. Was für Trettl in seiner Profiküche funktioniert, muss nicht für jede Person mit Diabetes, Schilddrüsenproblemen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten geeignet sein.

Laut dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) leiden in Österreich über 2 Millionen Menschen an ernährungsbedingten chronischen Erkrankungen – darunter Typ-2-Diabetes, Adipositas und Fettstoffwechselstörungen. Eine allgemeine Ernährungsempfehlung reicht hier nicht aus.

Wann lohnt sich eine individuelle Ernährungsberatung?

  • Bei chronischen Erkrankungen (Diabetes, Bluthochdruck, Darmerkrankungen)
  • Bei anhaltender Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen trotz ausreichend Schlaf
  • Bei Über- oder Untergewicht mit mehrfach gescheiterten Diäten
  • Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien
  • Nach einer Schwangerschaft oder in der Menopause
  • Bei Sportlern, die ihre Leistung durch Ernährung optimieren wollen

Eine Ernährungsberaterin oder ein Ernährungsberater – in Österreich durch die Österreichische Gesellschaft für Ernährung zertifiziert – analysiert individuelle Blutbilder, Lebensumstände und Essgewohnheiten. Ergebnis ist ein realistischer Plan, der im Alltag umsetzbar ist – ohne Verbote und Dogmatismus.

Küche als Ort der Gesundheitsvorsorge

Kitchen Impossible zeigt Woche für Woche, dass Kochen Handwerk, Leidenschaft und Wissen erfordert. Für die Gesundheit ist die eigene Küche oft der wirksamste Arzt. Wer wie Roland Trettl auf frische, hochwertige Zutaten setzt und Saisonalität respektiert, legt die Grundlage für langfristige Gesundheit.

Wer dabei professionelle Unterstützung sucht, findet auf Expert Zoom qualifizierte Ernährungsberater und Gesundheitsexperten in ganz Österreich – für eine individuelle Beratung, die auf echten Bedürfnissen basiert.

Die Österreichische Ernährungspyramide als Orientierung

Die ÖGE hat die Österreichische Ernährungspyramide zuletzt 2023 aktualisiert. Sie empfiehlt:

  • Basis: Reichlich Wasser und ungesüßte Getränke (mindestens 1,5 Liter täglich)
  • Zweite Stufe: Viel Gemüse und Obst (mindestens 5 Portionen täglich)
  • Dritte Stufe: Getreide und Hülsenfrüchte als Hauptkohlenhydratquellen
  • Vierte Stufe: Milch und Milchprodukte (3 Portionen täglich für Calcium)
  • Fünfte Stufe: Fleisch, Fisch und Eier in Maßen
  • Spitze: Fette, Öle, Süßes und Alkohol – selten und bewusst

Was Spitzenköche wie Trettl intuitiv leben, entspricht weitgehend diesen Empfehlungen – ergänzt durch Qualitätsbewusstsein und Freude am Kochen.

Was Kitchen Impossible über Esskultur sagt

Die Popularität von Kitchen Impossible liegt nicht nur am Unterhaltungswert. Das Format spricht einen tiefen Wunsch an: authentisch kochen, Grenzen überwinden, lokale Küchen verstehen. Für Zuschauer ist die Sendung oft ein Impuls, selbst mehr Zeit in der eigene Küche zu verbringen.

Ernährungspsychologen bestätigen: Wer Kochen als kreative Tätigkeit erlebt – statt als lästige Pflicht – ernährt sich langfristig gesünder. Die Küche als Ort der Entschleunigung und des Genusses stärkt nicht nur den Körper, sondern auch das mentale Wohlbefinden.

Roland Trettl, der heute Abend bei Kitchen Impossible zu sehen ist, verkörpert genau diesen Ansatz: Qualität, Handwerk, Neugier. Nicht schlecht als Inspiration für den eigenen Esstisch.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder ernährungsmedizinische Fachberatung. Bei konkreten Gesundheitsfragen wenden Sie sich an einen Arzt oder eine zugelassene Ernährungsfachkraft.

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