Handwerker begutachtet Sturmschäden am Dach nach Unwetter auf den Kanaren

Sturm auf den Kanaren: Welche Schäden übernimmt die Versicherung — und wann brauchen Sie einen Handwerker?

3 Min. Lesezeit 19. März 2026

Sturm Therese trifft die Kanarischen Inseln am 18. März 2026 als 19. benannter Sturm der Saison 2025/26 — ein neuer Rekord für Spanien. Windböen bis 100 km/h, Regenfälle bis 300 Liter pro Quadratmeter und meterhohe Wellen verursachen erhebliche Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und Infrastruktur.

Ein Rekordsturm mit massiven Schäden

Die Saison 2025/26 hat auf den Kanaren alle bisherigen Rekorde gebrochen: Mit Sturm Therese wurde der 19. Sturm verzeichnet — mehr als je zuvor in einer einzigen Saison. Zum Vergleich: Der bisherige Rekord lag bei 17 Stürmen in der Saison 2023/24.

Auf La Palma werden Regenfälle von 250 bis über 300 Litern pro Quadratmeter gemessen — das entspricht mehreren Monaten normaler Niederschlagsmenge an einem einzigen Tag. Die Folgen: Überflutungen, Erdrutsche, gesperrte Straßen und beschädigte Dächer. Flug- und Fährverbindungen wurden erheblich gestört. Die Regionalregierung aktivierte für Gran Canaria und die Küstengebiete die höchste Warnstufe.

Bis Ende Februar 2026 wurden bereits 13 Tote durch Ertrinken verzeichnet — ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Sturmsaison ist noch nicht vorbei.

Welche Schäden deckt Ihre Versicherung ab?

Viele Eigentümer und Mieter auf den Kanaren — und Urlauber in betroffenen Unterkünften — fragen sich jetzt: Wer kommt für die Schäden auf?

Wohngebäudeversicherung: In Deutschland deckt diese in der Regel Schäden durch Sturm (ab Windstärke 8), Hagel, Leitungswasser und Feuer ab. Bei Stürmen auf den Kanaren gilt: Wenn Sie dort eine Eigentumswohnung oder ein Ferienhaus besitzen, zählt die lokale Versicherungsgesellschaft und deren Bedingungen.

Reiserücktrittsversicherung: Wer seine Reise wegen Unwetterwarnung storniert, hat häufig keinen automatischen Anspruch — es sei denn, die Unterkunft ist direkt unbewohnbar oder offizielle Reisewarnungen wurden ausgegeben.

Hausratversicherung: Persönliche Gegenstände, die durch eindringendes Wasser beschädigt werden, sind in vielen Policen nicht standardmäßig enthalten. Hier lohnt sich ein genauer Blick ins Kleingedruckte.

Die Schadensregulierung nach Naturkatastrophen ist komplex. Ein Vermögensberater oder Versicherungsexperte kann helfen, den richtigen Weg zu finden.

Wann müssen Handwerker ran?

Sturmschäden am Gebäude müssen schnell und fachgerecht behoben werden — sonst drohen Folgeschäden wie Schimmel, Bauschäden durch eindringendes Wasser oder statische Probleme.

Typische Sturmschäden, die Fachleute erfordern:

  • Dachschäden: Herausgerissene Ziegel, beschädigte Dachrinnen oder defekte Abdichtungen müssen sofort provisorisch gesichert und dann dauerhaft repariert werden.
  • Fassadenrisse: Sturm-bedingte Risse in Außenwänden können Wasser eindringen lassen. Ohne fachgerechte Abdichtung entsteht schnell Schimmel.
  • Fenster und Rollläden: Beschädigte Rahmen oder eingeschlagene Scheiben müssen zur Sicherheit zügig ersetzt werden.
  • Keller und Tiefgaragen: Nach Überflutungen sind professionelle Trocknungsmaßnahmen essenziell, um Schimmelbildung zu verhindern.

Ein erfahrener Handwerker kann den Schaden nicht nur beheben, sondern auch dokumentieren — was für die Versicherungsabwicklung entscheidend ist.

Präventive Maßnahmen für Ferienimmobilien

Wer eine Immobilie auf den Kanaren besitzt oder regelmäßig dorthin reist, sollte vorsorgen:

  • Dachkontrolle: Vor der Sturmsaison (Oktober bis März) Dach und Regenrinnen professionell prüfen lassen.
  • Abdichtungen: Türen, Fenster und Dachterrassen auf Undichtigkeiten testen.
  • Notfallplan: Kontakt zu einem lokalen Handwerksbetrieb bereithalten, der im Ernstfall schnell reagieren kann.
  • Versicherungspolice prüfen: Ist der Standort Kanarische Inseln in der Police explizit abgedeckt? Gibt es einen Selbstbehalt bei Naturschäden?

Die aktuelle Sturmsaison zeigt: Wer nicht vorbereitet ist, zahlt doppelt — einmal für den Schaden und einmal für die Verzögerung.

Was Sie jetzt tun sollten

Wenn Ihre Unterkunft oder Immobilie auf den Kanaren durch Sturm Therese oder einen anderen Sturm beschädigt wurde, empfehlen Experten folgende Schritte:

  1. Schäden dokumentieren: Fotos und Videos sofort nach dem Sturm aufnehmen.
  2. Versicherung kontaktieren: Innerhalb der Meldefrist (meist 72 Stunden) einen Schadensfall melden.
  3. Provisorische Sicherung: Gefährliche Schäden sofort durch einen Fachbetrieb sichern lassen — ohne auf die Versicherungsgenehmigung zu warten.
  4. Kostenvoranschläge einholen: Mindestens zwei unabhängige Angebote von lokalen Handwerkern.
  5. Rechtlichen Rat einholen: Bei Streitigkeiten mit der Versicherung kann ein Anwalt für Versicherungsrecht helfen.

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Hinweis: Dieser Artikel dient zur allgemeinen Information. Für konkrete Versicherungs- und Rechtsfragen wenden Sie sich an einen qualifizierten Fachmann.

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