Markus Lanz diskutiert Iran-Krieg und Energiekrise: Was ein Finanzberater jetzt für Ihren Haushalt empfiehlt

Finanzberater berät ein Ehepaar in einem modernen Büro in Frankfurt zu ihrem Portfolio während der Energiekrise
Julia Julia RichterVermögensberatung
4 Min. Lesezeit 8. April 2026

Am 7. April 2026 diskutierte Markus Lanz im ZDF mit Iranforscherin Diba Mirzaei, Sicherheitsexperte Peter Neumann und Irak-Korrespondent Ibrahim Naber über den Iran-Krieg — und dessen wirtschaftliche Folgen für deutsche Haushalte. Die Debatte trifft einen Nerv: Millionen Deutsche fragen sich derzeit, wie sie ihr Geld und ihre Ersparnisse in einem Umfeld extremer Energiepreisvolatilität schützen sollen.

Was beim Lanz besprochen wurde — und warum es Sie direkt betrifft

Der Ökonomieprofessor Moritz Schularick vom Kieler Institut für Weltwirtschaft, der ebenfalls in der Sendung zu Wort kam, brachte es auf den Punkt: Jede Steigerung des Ölpreises um 10 Dollar kostet Deutschland 0,1 Prozentpunkte Wirtschaftswachstum. Mit einem Preisanstieg von rund 40 Dollar gegenüber dem Vorkriegsniveau schrumpft das Wachstum von prognostizierten 1 % auf etwa 0,6 % — eine spürbare Verlangsamung mit realen Auswirkungen auf Löhne, Zinsen und Preise.

Die Zahlen sind eindeutig: Deutschlands Inflationsrate sprang im März 2026 auf 2,7 %, nach 1,9 % im Februar. Energie allein verteuerte sich um 7,2 % gegenüber dem Vorjahr. Heizölkäufer zahlen laut dem Fachportal ee-experten.com derzeit rund 56 Euro mehr pro Einheit als noch im Dezember 2025 — ein Anstieg von 64 % in nur vier Monaten.

Der konkrete Haushaltsschaden: Was Energie jetzt wirklich kostet

Der Grund für diese Entwicklung liegt im Nahen Osten. Die Blockade der Straße von Hormuz — durch die normalerweise rund 20 % der weltweiten Ölexporte fließen — entzog den Märkten im März zeitweise mehr als 10 Millionen Barrel pro Tag, so die Internationale Energieagentur (IEA). Die IEA bezeichnete dies als „größte Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarkts".

Für einen typischen deutschen Vier-Personen-Haushalt bedeutet das laut Berechnungen von Euronews konkret: 50 bis 100 Euro mehr pro Monat für Energie — und das mit Nachlaufeffekt, da Gasverträge oft mit Verzögerung angepasst werden.

DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert warnte: „Wir haben einen zweifachen Öl-Schock und einen Gas-Schock." Flüssigerdgas (LNG) verteuerte sich in den ersten vier Kriegswochen um 75 %. Deutschland, das nach dem Ausstieg aus russischem Gas stark auf LNG-Importe setzt, ist besonders exponiert.

Was ein Finanzberater jetzt konkret empfiehlt

In diesem Umfeld lohnt es sich, die eigene Finanzstrategie zu überprüfen — nicht aus Panik, sondern aus Vernunft. Ein unabhängiger Vermögensberater kann Ihnen helfen:

1. Inflationsschutz im Portfolio überprüfen Klassische Sparkonten und Festgeld verlieren bei einer Inflation von 2,7 % real an Wert. Sachwerte wie Immobilienfonds, inflationsgesicherte Anleihen (TIPS/Linker) oder breit gestreute ETFs bieten langfristig besseren Schutz.

2. Energiekosten im Haushalt absichern Wer noch keinen Festpreistarif hat oder einen Kredit mit variablem Zinssatz bedient, sollte die aktuellen Konditionen prüfen. Bei weiter steigenden Zinsen — möglich, wenn die EZB die Inflation bekämpft — können Umschuldungsoptionen sinnvoll sein.

3. Notgroschen und Liquidität sicherstellen In wirtschaftlich unsicheren Zeiten empfiehlt sich ein liquider Puffer von drei bis sechs Monatsgehältern — nicht in Aktien, sondern auf einem täglich verfügbaren Konto oder Tagesgeld.

4. Altersvorsorge nicht anfassen Viele Deutsche reagieren auf Krisen, indem sie in Panik verkaufen. Das ist fast immer ein Fehler. Langfristige Altersvorsorge — ob Riester, betriebliche Altersversorgung oder ETF-Sparplan — sollte man in Krisen nicht auflösen, sondern höchstens anpassen.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Bitte konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater für Entscheidungen, die Ihren persönlichen Vermögensstatus betreffen.

Jetzt handeln — bevor die nächste Welle kommt

Schularick warnte im Lanz explizit vor staatlichen Subventionen, die die Preissignale verdecken: Bürger sollen die realen geopolitischen Kosten spüren, um bewusster mit Energie umzugehen. Das klingt hart — ist aber eine Einladung, die eigene Finanzstrategie proaktiv anzupassen, anstatt auf Staatshilfen zu warten.

Die Szenarien für den Ölpreis bleiben weit offen: Zwischen 90 Dollar (vollständige Öffnung der Hormuzstraße) und 150 Dollar (Eskalation) liegen 60 Dollar Unsicherheit. Wer jetzt mit einem Experten spricht, ist vorbereitet — egal wie die Lage sich entwickelt.

Auf Expert Zoom finden Sie unabhängige Vermögensberater, die Ihre Situation analysieren und konkrete Handlungsempfehlungen geben können.

Was Schularick explizit nicht empfiehlt — und warum das für Sparer wichtig ist

Der Ökonom positionierte sich im Lanz deutlich gegen staatliche Subventionen für Kraftstoff oder Energie. Seine Begründung: „Wenn sich dieses Risiko realisiert, dann soll der mündige Bürger dafür auch die Kosten tragen." Das klingt unbequem — ist aber finanzpolitisch konsistent.

Für private Haushalte bedeutet das: Warten auf staatliche Entlastungspakete wie den früheren Energiepreisdeckel ist keine Strategie. Die Politik agiert reaktiv; Privatpersonen können proaktiv handeln.

Konkret raten Finanzplaner derzeit:

  • Energiekosten in der Haushaltsplanung sichern: Feste Tarife prüfen, Energieausgaben budgetieren und monatliche Puffer einplanen
  • Kreditverpflichtungen überprüfen: Wer ein Baudarlehen mit variablem Zinssatz hat, sollte jetzt durchrechnen, was eine weitere Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte für die monatliche Rate bedeutet
  • Diversifizierung nicht aufgeben: In Krisen ist die Versuchung groß, in „sichere" Einzelpositionen zu flüchten — Gold, Bargeld, einzelne Aktien. Das erhöht oft das Risiko, anstatt es zu senken
  • Steuerliche Optimierung prüfen: Wenn Sie Wertpapiere mit Verlust halten, kann ein Steuer-Harvesting sinnvoll sein — die Verluste realisieren und gleichzeitig in vergleichbare Positionen umschichten

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