Tennisspieler dehnt Schulter vor Spiel auf Sandplatz

Alexander Zverev bei den Miami Open 2026: Was Hobbytennisspieler über Rücken- und Schulterprobleme wissen sollten

Lena Lena SchmidtGesundheit
4 Min. Lesezeit 24. März 2026

Alexander Zverev dominiert die Miami Open 2026 — und was das für Ihre Tennisgelenke bedeutet

Alexander Zverev hat die Miami Open 2026 stark begonnen: Der drittgesetzte Deutsche besiegte in der ersten Runde Martin Damm 6:2, 6:4 in nur 70 Minuten und verbuchte damit seinen 20. Karrieresieg in Miami. Mit 103 ATP-Masters-1000-Siegen in diesem Jahrzehnt gehört Zverev zu den zuverlässigsten Spielern auf der Tour — und das trotz einer Karriere, die auch von erheblichen körperlichen Belastungen geprägt ist.

Doch während Millionen Menschen in Deutschland den aktuellen Erfolg von Zverev verfolgen, stellen sich Hobbytennis-Spielerinnen und -Spieler eine wichtige Frage: Was können sie vom Profitennis lernen, um Verletzungen an Rücken, Schulter und Knie zu vermeiden?

Die häufigsten Tennisverletzungen im Überblick

Laut dem Deutschen Tennis Bund (DTB) spielen in Deutschland rund 1,4 Millionen Menschen Tennis — vom Gelegenheitsspieler bis zum Vereinsamateur. Die meisten Verletzungen entstehen dabei nicht durch einen einzelnen Unfall, sondern durch Überlastung (englisch: overuse injuries).

Die häufigsten Beschwerden sind:

  • Tennisellenbogen (Epikondylitis): Reizung der Sehnenansätze am Außenellenbogen, verursacht durch repetitive Aufschlag- und Rückhandbewegungen
  • Rotatorenmanschettenprobleme: Schulterverletzungen durch den wiederholten Aufschlag, besonders bei Spielern über 40
  • Lumbale Beschwerden: Rückenschmerzen im Lendenbereich durch Rotation beim Aufschlag und bei der Grundlinie
  • Knieschmerzen: Belastung des Meniskus und der Kreuzbänder durch schnelle Richtungswechsel

Profispieler wie Zverev investieren erheblich in Prävention — durch tägliches Athletiktraining, physiotherapeutische Begleitung und individuell angepasste Trainingspläne. Hobbyspieler hingegen verzichten oft auf diese Schutzmaßnahmen.

Wann ist ein Arztbesuch notwendig?

Ein häufiger Fehler: Schmerzen werden ignoriert oder als normale Erschöpfung abgetan. Doch bestimmte Signale sollten ernst genommen werden.

Sprechen Sie zeitnah mit einem Arzt oder Sportmediziner, wenn:

  • Gelenkschmerzen länger als drei Tage nach einer Spieleinheit anhalten
  • Schmerzen während des Spielens auftreten (nicht nur danach)
  • Sie ein Knirschen, Knacken oder Reiben in einem Gelenk wahrnehmen
  • Schwellungen, Rötungen oder Überwärmung an einem Gelenk auftreten
  • Ein Schmerz sich trotz Pause nicht verbessert

Gemäß den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) sollten Sportler bei anhaltenden Gelenkbeschwerden keine Selbstdiagnose stellen, sondern eine professionelle Untersuchung — idealerweise durch einen Sportmediziner — in Anspruch nehmen.

Prävention: Was Hobbyspieler von den Profis lernen können

Das Erfolgsgeheimnis von Spielern wie Zverev liegt nicht nur im Talent, sondern in einem durchdachten Körpermanagement. Folgende Maßnahmen reduzieren das Verletzungsrisiko nachweislich:

1. Aufwärmen ist keine Option, sondern Pflicht Mindestens 10–15 Minuten dynamisches Aufwärmen vor jedem Match: Hüftkreisen, Schulterrotationen, leichtes Joggen. Kalte Muskeln und Sehnen reißen leichter.

2. Schlagtechnik durch einen Trainer korrigieren lassen Viele chronische Beschwerden entstehen aus fehlerhafter Technik. Eine Unterarmrotation beim Aufschlag, die nicht korrekt ausgeführt wird, belastet die Schulter über Monate hinweg.

3. Regelmäßige Auszeiten einplanen Selbst Profispieler haben planmäßige Ruhetage. Für Hobbyspieler gilt: 48 Stunden Erholung zwischen intensiven Spieleinheiten sind kein Luxus, sondern Verletzungsschutz.

4. Ausstattung überprüfen Ein Schläger mit falscher Saitenhärte oder Griffgröße ist einer der unterschätzten Mitverursacher von Tennisellenbogen. Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten.

5. Core-Training integrieren Ein starker Rumpf entlastet Rücken und Hüfte beim Spielen erheblich. Bereits 10 Minuten Rumpftraining täglich können Rückenbeschwerden signifikant reduzieren.

Altersspezifische Risiken: Ab wann steigt die Verletzungsgefahr?

Tennisspieler über 40 tragen ein signifikant höheres Risiko für Überlastungsschäden als jüngere Sportler. Der Hauptgrund: Die Regenerationsfähigkeit der Sehnen und Knorpel nimmt mit dem Alter ab, während die Trainingsintensität oft gleich bleibt.

Besonders anfällig ist die Rotatorenmanschette — jene Gruppe aus vier Muskeln und Sehnen, die das Schultergelenk stabilisiert. Bei Spielern über 50 zeigt die Schultermagnetresonanztomografie in bis zu 40 Prozent der Fälle degenerative Veränderungen, selbst wenn keine akuten Beschwerden vorliegen (gemäß einer Metaanalyse der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie).

Wer in einem fortgeschrittenen Alter mit Tennis anfängt — oder nach einer Pause zurückkehrt — sollte eine sportmedizinische Eingangsuntersuchung in Betracht ziehen. Diese kann bestehende Schwachstellen im Bewegungsapparat identifizieren, bevor sie zu Verletzungen führen.

Sportmedizin: Nicht nur für Profis

Die Inanspruchnahme eines Sportmediziners oder Physiotherapeuten ist keineswegs nur Profi-Athleten vorbehalten. Ein Erstgespräch kann eine Baseline Ihres Bewegungsapparats erstellen, bestehende Schwachstellen identifizieren und präventive Übungen für Ihre spezifische Sportart empfehlen.

Auf Plattformen wie Expert Zoom können Sie schnell und unkompliziert einen zertifizierten Arzt oder Sportmediziner konsultieren — ohne wochenlange Wartezeit. Lesen Sie auch, was Sportmediziner über die häufigsten Überlastungsschäden beim Miami Open 2026 verraten. Ob Tennisellenbogen, Knieschmerzen oder Rückenprobleme: Eine frühzeitige Beratung verhindert oft, dass eine behandelbare Reizung zu einem chronischen Problem wird.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Rat eines Arztes. Bei körperlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Mediziner.

Fazit: Begeistert zuschauen, klug trainieren

Alexander Zverevs starker Start bei den Miami Open 2026 ist eine Einladung, sich selbst mehr Gedanken um den eigenen Bewegungsapparat zu machen. Die gute Nachricht: Die grundlegendsten Prinzipien der Verletzungsprävention — Aufwärmen, Technik, Erholung — sind für jeden umsetzbar, unabhängig vom Spielniveau.

Wer bei körperlichen Beschwerden zögert, riskiert, dass eine kleine Reizung zur langen Pause wird. Ein Sportmediziner oder Physiotherapeut hilft, den richtigen Weg zurück auf den Platz zu finden — schnell und sicher.

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