Monfils nimmt Abschied bei Roland Garros 2026: Was Selbstständige über Altersvorsorge wissen müssen

Gaël Monfils beim Tennis-Match in Aktion

Photo : Edwin Martinez from The Bronx / Wikimedia

Markus Markus WeberVermögensberatung
4 Min. Lesezeit 26. Mai 2026

Gaël Monfils hat am 25. Mai 2026 auf dem Court Philippe-Chatrier in Paris das letzte Kapitel seiner 21-jährigen Tenniskarriere geschrieben. Der 39-jährige Franzose verlor in der ersten Runde von Roland Garros gegen seinen Landsmann Hugo Gaston mit 2:6, 3:6, 6:3, 6:2, 0:6 – und bekam danach eine Abschiedsfeier, die selbst hartgesottene Tennisfans zu Tränen rührte. Was sein emotionales Karriereende über die finanzielle Absicherung von Profisportlern und Selbstständigen lehrt.

Ein 21-jähriges Kapitel endet in Paris

Was nach dem Schlusspunkt auf dem Platz passierte, war einmalig: Richard Gasquet, Gilles Simon und Jo-Wilfried Tsonga – langjährige Weggefährten und Rivalinnen der „French Fab Four" – traten gemeinsam mit Monfils vor die Menge. Videobotschaften von Rafael Nadal, Novak Djokovic, Roger Federer, Jannik Sinner und Carlos Alcaraz wurden eingespielt. Laut ATP Tour handelt es sich um einen der bewegendsten Abschiede der jüngeren Tennisgeschichte.

Monfils, 13-facher ATP-Turniersieger und ehemals Nummer sechs der Welt, hatte in Paris bis ins Halbfinale vorgestoßen und dreimal das Viertelfinale erreicht. Er bestreitet noch einige verbleibende Turniere der Saison 2026, bevor er den Schläger offiziell an den Nagel hängt.

Das finanzielle Vakuum nach der Profi-Karriere

Monfils' Abschied wirft eine Frage auf, die selten öffentlich diskutiert wird: Was passiert einem Profisportler finanziell, wenn die Karriere endet? Auf Monfils' Niveau sprechen wir von geschätzten Karriereeinnahmen im mehrstelligen Millionenbereich. Doch dieser Fall ist die Ausnahme – und selbst er verdeutlicht Risiken, die für Sportler aller Einkommensklassen gelten.

Profisportler sind in der Regel Selbstständige. In Österreich bedeutet das: Wer als Freelancer oder freier Dienstnehmer tätig ist, erhält staatliche Pensionsleistungen aus der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) – und die fallen deutlich geringer aus als jene für Angestellte. Laut SVS beträgt die durchschnittliche Alterspension für Gewerbetreibende und Selbstständige rund 1.100 bis 1.300 Euro brutto im Monat. Für jemanden, der in seiner aktivsten Phase 10- oder 20-mal so viel verdient hat, ist das ein dramatischer Einschnitt.

Dazu kommt: Profisportler haben oft nur zehn bis zwanzig aktive Jahre. Wer mit 17 beginnt und mit 39 aufhört wie Monfils, hat möglicherweise deutlich weniger Beitragsjahre als ein klassischer Angestellter, der 45 Jahre einzahlt. Das staatliche Pensionssystem ist für diese Biografie nicht ausgelegt.

Drei Felder, die ein Vermögensberater schon während der Karriere regeln sollte

Steuern und Unternehmensstruktur frühzeitig optimieren

Viele erfolgreiche Sportler gründen eine GmbH oder Holding, um Preisgelder, Sponsoringverträge und Werbeinnahmen steuerlich zu bündeln. In Österreich liegt der Körperschaftsteuersatz bei 23 Prozent (Stand 2026), der persönliche Spitzensteuersatz dagegen bei 55 Prozent. Wer frühzeitig eine Unternehmensstruktur aufbaut, kann Reinvestitionen planen und Steuerlast erheblich reduzieren. Ein Vermögensberater und Steuerexperte sollten hier von Beginn an eng zusammenarbeiten.

Private Altersvorsorge parallel zur Karriere aufbauen

Weil die gesetzliche Pension für Selbstständige oft nicht ausreicht, ist privates Kapitalaufbauen unverzichtbar. Österreichische Experten empfehlen eine Drei-Säulen-Strategie: erstens Immobilieninvestitionen für stabile Mieteinnahmen, zweitens ein breit gestreutes Wertpapierdepot mit ETFs und Anleihen, drittens prämiengeförderte Zukunftsvorsorgeprodukte wie die staatlich subventionierte Zukunftsvorsorge. Wer mit 25 Jahren konsequent 25 bis 30 Prozent seines Einkommens investiert, kann bis zum Karriereende ein substanzielles Polster aufbauen – auch wenn er nur 15 Jahre im Spitzensport aktiv war.

Vertragliche Absicherung beim Karriereende

Sponsorenverträge enden oft abrupt mit dem aktiven Sport. Zu wenige Sportler verhandeln beim Vertragsabschluss bereits Auslaufklauseln oder Übergangsvergütungen. Ein Rechtsanwalt oder Vermögensberater kann dabei helfen, nach der aktiven Karriere neue Einkommensquellen – als Trainer, Markenbotschafter, TV-Experte oder Unternehmer – rechtlich sicher aufzubauen. Auch Monfils hat bereits Interesse an einer Botschafterrolle signalisiert, etwa für seine Tochter Skai's Jugendprojekte.

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Was Selbstständige und Freelancer in Österreich daraus lernen können

Monfils' Geschichte ist nicht auf Profisportler beschränkt. Freelancer, Unternehmer und alle Selbstständigen in Österreich stehen vor denselben strukturellen Problemen: Die staatliche Pension reicht oft nicht aus, das Erwerbsleben kann durch Krankheit oder Marktveränderungen abrupt enden.

Folgende Schritte empfehlen Vermögensberater unabhängig von der Einkommenshöhe:

  • Jährliche Pensionsstandabfrage beim SVS, um frühzeitig eventuelle Lücken zu erkennen
  • Notfallfonds in Höhe von sechs Monatsausgaben als liquide Reserve für unerwartete Ereignisse
  • Langfristige Investitionsstrategie mit einem Mix aus Sachwerten und Kapitalmarktprodukten
  • Testamentarische Vorsorge: Wer erhebliche Werte aufgebaut hat, sollte frühzeitig ein Testament und eine Patientenverfügung erstellen – besonders wichtig für Selbstständige ohne automatische Unternehmensübertragungsregeln

Laut dem offiziellen Portal der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) lohnt es sich, spätestens ab dem 30. Lebensjahr eine individuelle Pensionsplanung zu beginnen, um Lücken frühzeitig zu schließen.

Der häufigste Fehler: Zu lange warten

Viele Selbstständige und Sportler schieben die Vorsorgeplanung auf. Solange das Einkommen fließt, scheint das Thema nicht dringend. Der Denkfehler dabei: Kapitalaufbau braucht Zeit. Wer mit 40 anfängt, muss deutlich mehr pro Monat zurücklegen als jemand, der mit 30 begonnen hat – wegen des Zinseszinseffekts. Ein Vermögensberater hilft, den konkreten Bedarf zu berechnen: Wie viel muss ich monatlich anlegen, um im Alter auf 3.000 Euro netto zu kommen? Wie viel Immobilienvermögen brauche ich? Welche staatlichen Förderungen lasse ich ungenutzt liegen?

Gerade in Österreich gibt es attraktive Förderprogramme, etwa die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge mit einer Prämie von bis zu 5,25 Prozent auf eingezahlte Beiträge. Wer diese Möglichkeiten nicht nutzt, verschenkt bares Geld. Ein Beratungsgespräch schafft in wenigen Stunden Klarheit über die persönliche Ausgangssituation – und zeigt realistische Wege auf.

Fazit: Der Abschied als Weckruf

Gaël Monfils' Abschied bei Roland Garros 2026 ist ein bewegendes Stück Sportgeschichte. Er ist aber auch eine Erinnerung daran, wie schnell aktive Einkommensquellen enden können – und wie wichtig es ist, schon mittendrin zu planen, nicht erst am Ende.

Ein Vermögensberater auf ExpertZoom kann dabei helfen, eine maßgeschneiderte Vorsorgestrategie zu entwickeln – ob Sie Hobbysportler, Freelancer, Unternehmer oder einfach Selbstständiger in Österreich sind. Der richtige Zeitpunkt für die Beratung ist immer früher als man denkt.

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Hinweis: Dieser Artikel dient allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine individuelle Finanz- oder Rechtsberatung.

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