ME-Tarif — kostenloser Tarifrechner 2026 | Expert Zoom
Der ME-Tarif ist der wichtigste Flächentarifvertrag Deutschlands und deckt rund 3,9 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie ab. Mit dem Tarifabschluss vom November 2024 gelten Entgelterhöhungen von 2,0 % (April 2025) und 3,1 % (April 2026) sowie Sonderzahlungen. Dieser kostenlose Rechner ermöglicht die Berechnung von Nettolohn, Abfindung, Urlaubsanspruch (30 Tage), Kündigungsfristen und betrieblicher Altersvorsorge über die Metallrente.
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Häufig gestellte Fragen
Was regelt der Entgelttarifvertrag Metall- und Elektroindustrie?
Der ME-Tarif regelt die Entgelte und Arbeitsbedingungen für rund 3,9 Millionen Beschäftigte in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Er legt Entgeltgruppen (EG 1–17 nach ERA), Tariferhöhungen, Sonderzahlungen (T-ZUG, T-Geld), Urlaubsansprüche, Zuschläge sowie Regelungen zur Ausbildungsvergütung und betrieblichen Altersvorsorge fest. Der aktuelle Tarifabschluss gilt von November 2024 bis Oktober 2026.
Wie hoch ist die Tariferhöhung 2025 und 2026 im Metalltarif?
Im Rahmen des Tarifabschlusses vom 12. November 2024 (Pilotbezirk Hamburg) wurden folgende Erhöhungen vereinbart: Ab 1. April 2025 steigen die Tabellenentgelte um 2,0 Prozent; ab 1. April 2026 um weitere 3,1 Prozent. Zusätzlich erhalten Beschäftigte eine Einmalzahlung von 600 Euro im Februar 2025. Stand: Mai 2026.
Was ist das T-ZUG und das T-Geld im ME-Tarif?
Das T-ZUG (B) ist das Transformationszusatzgeld und beträgt ab 2025 rund 18,5 Prozent des tariflichen Grundentgelts (Auszahlung im Februar), ab 2026 steigt es auf 26,5 Prozent. Das T-Geld (Transformationsgeld) beträgt 18,4 Prozent des Monatsentgelts und wird im Juli ausgezahlt. Beschäftigte können das T-ZUG alternativ als Freistellung nehmen. Stand: Mai 2026.
Wie viele Urlaubstage haben Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie?
Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie haben tariflich Anspruch auf 30 Arbeitstage Urlaub pro Jahr (5-Tage-Woche). Das gesetzliche Minimum nach § 3 BUrlG beträgt nur 20 Arbeitstage, der ME-Tarif gewährt also 10 Tage mehr. Bei Teilzeit wird der Anspruch anteilig berechnet. Stand: Mai 2026.
Welche Kündigungsfristen gelten in der Metall- und Elektroindustrie?
Der ME-Tarif enthält keine eigene TV-Kündigungsfrist. Es gelten die gesetzlichen Fristen des § 622 BGB. Arbeitnehmer können mit 4 Wochen zum 15. oder Monatsende kündigen. Arbeitgeber müssen je nach Betriebszugehörigkeit längere Fristen einhalten: ab 2 Jahren 1 Monat, ab 5 Jahren 2 Monate, ab 8 Jahren 3 Monate, bis zu 7 Monate nach 20 Jahren. Stand: Mai 2026.
Wie berechnet sich meine Abfindung im Metalltarif?
Das Gesetz (§ 1a KSchG) sieht bei betriebsbedingter Kündigung eine Abfindung von 0,5 Monatslöhnen je Beschäftigungsjahr vor. Viele Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie haben Sozialpläne (§ 111 BetrVG), die höhere Faktoren (0,75 bis 2,0) vorsehen. Die Abfindung unterliegt als außerordentliche Zahlung der Einkommensteuer, kann aber via Fünftelregelung (§ 34 EStG) günstig besteuert werden.
Welche betriebliche Altersvorsorge erhalte ich im Metalltarif?
Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie haben Zugang zur Metallrente — einer von IG Metall und Gesamtmetall 2001 gegründeten Branchenlösung. Sie können per Entgeltumwandlung bis zu 4 % der Rentenversicherungs-Beitragsbemessungsgrenze (2025: max. 322 Euro/Monat) steuer- und SV-frei in eine Direktversicherung oder einen Pensionsfonds einzahlen. Der Arbeitgeber muss mindestens 15 % Zuschuss leisten (BRSG). Stand: Mai 2026.
Wie hoch ist die Regelarbeitszeit im Metalltarif?
Die tarifliche Regelarbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie beträgt im Westen 35 Stunden pro Woche; in den neuen Bundesländern (Ost) sind es 38 Stunden. Durch Öffnungsklauseln können Betriebe individuelle Wochenarbeitszeiten zwischen 28 und 40 Stunden vereinbaren. Überstunden werden mit Zuschlägen vergütet. Stand: Mai 2026.
Gilt der ME-Tarif für alle Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie?
Der ME-Tarif gilt unmittelbar für Arbeitgeber, die Mitglied eines tarifschließenden Arbeitgeberverbandes (Gesamtmetall, Südwestmetall, bayme vbm, etc.) sind. Nicht tarifgebundene Arbeitgeber können den Tarifvertrag per Bezugnahmeklausel im Arbeitsvertrag anwenden. Eine generelle Allgemeinverbindlichkeit nach § 5 TVG besteht für den ME-Flächentarif üblicherweise nicht. Stand: Mai 2026.
Was ist der ERA-Entgeltrahmentarifvertrag?
Der ERA (Entgeltrahmentarifvertrag) wurde seit 2003 schrittweise eingeführt und löst die frühere Trennung zwischen Arbeitern und Angestellten auf. Er kennt 17 Entgeltgruppen (EG 1–17), in die Tätigkeiten nach analytischen Kriterien (Können, Handlungsspielraum, Kooperation, Belastung) eingruppiert werden. EG 1–5 umfassen einfachere Tätigkeiten, EG 13–17 hochkomplexe Fach- und Führungsaufgaben.
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