In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2026 stellen Millionen Deutsche ihre Uhren eine Stunde vor – und viele werden die Folgen in der Woche danach spüren. Laut einer DAK-Umfrage leiden mehr als 25 Prozent der Bevölkerung unter gesundheitlichen Beschwerden durch die Zeitumstellung: Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Reizbarkeit. Frauen sind mit 39 Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer mit 24 Prozent.
Was mit Ihrem Körper bei der Zeitumstellung passiert
Die Umstellung auf Sommerzeit ist für den menschlichen Körper keine Kleinigkeit. Durch das Vorstellen der Uhren verlieren Sie eine Stunde Schlaf – und das bringt Ihre innere Uhr, den sogenannten circadianen Rhythmus, aus dem Takt.
Dieser Rhythmus reguliert nicht nur Ihren Schlaf-Wach-Zyklus, sondern auch Herzfrequenz, Blutdruck, Hormonausschüttung und Körpertemperatur. Auch wenn eine Stunde gering erscheint, zeigen Studien, dass in den Tagen nach der Frühjahrszeitumstellung die Zahl von Herzinfarkten und Verkehrsunfällen leicht ansteigt.
Die häufigsten Symptome in den ersten Tagen nach der Umstellung:
- Anhaltende Müdigkeit trotz ausreichend langer Schlafzeit
- Ein- und Durchschlafstörungen durch verschobene Melatoninproduktion
- Konzentrationsschwäche und verminderte Reaktionsfähigkeit
- Gereiztheit und Stimmungsschwankungen
- Verstärkte Migräneanfälle (bei entsprechend Vorbelasteten)
So bereiten Sie sich vor: Schritt für Schritt
Schlaf- und Gesundheitsexperten empfehlen, sich bereits in den Tagen vor dem 29. März schrittweise auf die neue Zeit vorzubereiten.
Ab Mittwoch, 25. März: Gehen Sie täglich 10 bis 15 Minuten früher ins Bett. Diese sanfte Anpassung hilft Ihrem Körper, die bevorstehende Zeitverschiebung besser zu verarbeiten.
Weitere bewährte Maßnahmen:
- Regelmäßige Schlafzeiten einhalten – auch am Wochenende
- Tageslicht und Bewegung am Nachmittag nutzen, um die innere Uhr zu synchronisieren
- Am Abend kein Koffein, keine schweren Mahlzeiten und kein grelles Bildschirmlicht
- Am Morgen nach der Umstellung möglichst früh ans Tageslicht gehen
Von Schlafmitteln raten Mediziner ausdrücklich ab. Wer auf natürliche Einschlafhilfen angewiesen ist, kann beruhigende Kräutertees (z. B. Baldrian, Melisse) oder Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung ausprobieren.
Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?
Die Europäische Union hat bereits 2019 für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt. Doch eine politische Einigung darüber, welche Zeit dauerhaft gelten soll – Sommer- oder Winterzeit – steht bis heute aus. Es ist damit unwahrscheinlich, dass sich vor der Zeitumstellung am 29. März 2026 noch etwas ändert. Deutschland stellt die Uhren also weiter um.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Für die meisten Menschen klingen die Beschwerden nach wenigen Tagen ab. Doch bei bestimmten Vorerkrankungen oder anhaltenden Symptomen ist eine ärztliche Beratung sinnvoll.
Konsultieren Sie einen Arzt, wenn:
- Schlafstörungen länger als zwei Wochen anhalten
- Sie unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und sich die Symptome verschlechtern
- Ihre Migräneanfälle nach der Umstellung deutlich zunehmen
- Stimmungstiefs oder Erschöpfungszustände das Alltags- oder Berufsleben beeinträchtigen
Schlafmediziner oder Allgemeinmediziner können individuelle Strategien entwickeln – besonders für Menschen, die chronisch unter Schlafproblemen leiden oder Schichtarbeit leisten. Eine Online-Konsultation bei einem Gesundheitsexperten auf Expert Zoom ermöglicht eine schnelle, diskrete Erstberatung – ohne Wartezeit.
Fazit: Eine Stunde, die Spuren hinterlässt
Die Zeitumstellung am 29. März 2026 ist für viele Deutsche ein jährliches Ärgernis mit realen gesundheitlichen Folgen. Mit gezielter Vorbereitung lassen sich die Auswirkungen deutlich abmildern. Wer darüber hinaus anhaltende Beschwerden bemerkt, sollte nicht zögern, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt oder nutzen Sie eine qualifizierte Online-Konsultation.

Lena Schmidt