Person liegt nachts wach im dunklen Schlafzimmer und schaut auf den Wecker der 3 Uhr zeigt

Sebastian Fitzeks neues Buch REM: Was Schlafstörungen mit mentaler Gesundheit zu tun haben

Informationstechnologie 4 Min. Lesezeit 20. März 2026

Sebastian Fitzek und Annika Strauss haben am 19. März 2026 ihr gemeinsames Buch "REM" veröffentlicht — genau zum Start der Leipziger Buchmesse 2026. Das psychologische Horrorthriller-Duo steht bereits auf den deutschen Bestsellerlisten, und der Begriff „REM" — bekannt aus der Schlafforschung — trifft einen Nerv. Denn Schlafstörungen betreffen in Deutschland über 15 Millionen Menschen.

Der Titel ist kein Zufall: REM steht für „Rapid Eye Movement", die Schlafphase, in der wir am intensivsten träumen — und in der unser Gehirn Erlebtes verarbeitet. Wenn diese Phase gestört ist, hat das Folgen, die weit über Müdigkeit hinausgehen. Fitzeks neues Buch macht das zum Thema. Und die Zahlen dahinter sind alarmierend.

Warum "REM" mehr als nur ein Titel ist

Sebastian Fitzek ist bekannt für psychologische Thriller, die tief in die menschliche Psyche eindringen. Sein Debütroman "Die Therapie" (2006) über Schizophrenie und Realitätsverlust hat sich weltweit über 8 Millionen Mal verkauft. "REM" — sein neues Werk in Zusammenarbeit mit der deutschen Horror-Autorin Annika Strauss — greift erneut auf ein reales psychologisches Phänomen zurück: Schlafstörungen und ihre Auswirkungen auf das Gehirn.

Der Roman erschien pünktlich zur Leipziger Buchmesse 2026 (20.-22. März), wo Fitzek und Strauss am 20. März auf der ARD/ZDF-Bühne auftraten und am 21. März eine Signierstunde veranstalteten. Die Buchhandlungen reagierten mit sofortigen Bestseller-Platzierungen.

Das Thema trifft einen gesellschaftlichen Nerv: Laut einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) aus dem Jahr 2025 leiden rund 15 Millionen Deutsche an klinisch relevanten Schlafstörungen — das sind fast 18 % der Bevölkerung. Und viele von ihnen unterschätzen die Konsequenzen.

Was passiert im REM-Schlaf — und warum ist er so wichtig?

Der REM-Schlaf ist keine passive Erholungsphase. Er ist die Zeit, in der das Gehirn aktiv Erlebnisse verarbeitet, Erinnerungen konsolidiert und emotionale Eindrücke sortiert. Wer diese Phase dauerhaft nicht erreicht oder darin gestört wird, riskiert mehr als Tagesmüdigkeit.

Chronischer REM-Schlaf-Mangel steht im Zusammenhang mit:

Depressionen und Angststörungen: Schlafmangel verändert die Amygdala — die emotionale Schaltzentrale des Gehirns. Menschen mit Schlafstörungen haben ein bis zu 2,5-fach erhöhtes Risiko, eine depressive Episode zu entwickeln (Journal of Sleep Research, 2024).

Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme: Im REM-Schlaf werden Informationen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis transferiert. Eine gestörte REM-Phase bedeutet, dass dieser Transfer ausbleibt.

Erhöhtes Demenz-Risiko: Eine Studie der Boston University aus dem Jahr 2023 zeigte, dass Personen mit weniger als 17 % REM-Schlafanteil ein 27 % höheres Risiko für Demenz haben als Personen mit normalem REM-Anteil.

Burnout-Beschleunigung: Wer nicht schläft, erholt sich nicht — weder körperlich noch mental. Schlafstörungen sind einer der stärksten Prädiktoren für arbeitsbezogene Erschöpfungsdepressionen.

Die häufigsten Schlafstörungen — und was sie von Schlafproblemen unterscheidet

Nicht jede schlechte Nacht ist eine Störung. Von einer klinisch relevanten Schlafstörung spricht man, wenn Einschlafprobleme, Durchschlafprobleme oder nicht erholsamer Schlaf mindestens dreimal pro Woche auftreten und seit mehr als drei Monaten andauern.

Die häufigsten Formen:

Insomnie (chronische Schlaflosigkeit) betrifft etwa 10 % der deutschen Bevölkerung. Typisch: man liegt wach, grübelt, wacht früh auf und fühlt sich tags zuvor erschöpft.

Schlafapnoe: Atemaussetzer während des Schlafs, die den REM-Schlaf kontinuierlich unterbrechen. Häufig undiagnostiziert — besonders bei Frauen, die atypische Symptome zeigen.

Restless-Legs-Syndrom und Parasomnien (Schlafwandeln, Albträume) können ebenfalls die REM-Phase zerstören.

Ein Schlafmediziner oder Psychiater kann zwischen funktionalen Schlafproblemen (durch Stress, schlechte Schlafhygiene) und klinischen Störungen unterscheiden — und gezielt behandeln.

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Fitzeks psychologischer Blick: Wenn der Verstand sich gegen uns wendet

Was Fitzeks Werk so eindringlich macht, ist die literarische Darstellung von Grenzsituationen: Momente, in denen der eigene Verstand unzuverlässig wird. "Die Therapie" spielte mit dem Konzept der Schizophrenie. "REM" dürfte ähnliches mit Schlaf und Traumzustand anstellen.

Diese fiktionale Auseinandersetzung hat einen realen Wert: Sie normalisiert das Sprechen über psychische Gesundheit. Wie eine Untersuchung des Bundesgesundheitsministeriums 2024 zeigte, suchen 68 % der Menschen mit Schlafstörungen jahrelang keine professionelle Hilfe — aus Scham, aus Unwissenheit oder weil sie glauben, "es ist doch nur Schlaf".

Schlaf ist aber nicht nur Schlaf. Er ist die Grundlage mentaler Gesundheit. Und wenn Fitzeks Thriller dazu beiträgt, dass mehr Menschen das ernst nehmen, dann hat Literatur gerade ganze Arbeit geleistet.

Wann Sie einen Spezialisten aufsuchen sollten

Wenn Sie drei oder mehr dieser Symptome kennen, sollten Sie sich professionelle Unterstützung suchen:

  • Einschlafdauer regelmäßig über 30 Minuten
  • Mehrfaches Aufwachen pro Nacht, schwieriges Wiedereinschlafen
  • Morgens nicht erholt aufwachen, trotz 7-8 Stunden im Bett
  • Tagesmüdigkeit, die Konzentration und Arbeitsleistung beeinträchtigt
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Niedergeschlagenheit als Dauerzustand
  • Schnarchen oder Atemaussetzer (von Partnern beobachtet)

Ein klinischer Psychologe kann kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) anbieten — die nachgewiesenermaßen wirksamste Langzeitbehandlung für chronische Schlafstörungen, ohne Medikamentenabhängigkeit.

Auf Expert Zoom finden Sie Klinische Psychologen online, die Sie bei Schlafproblemen, Angststörungen und mentalem Burnout beraten können — flexibel per Videocall, ohne Wartezeit.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Journal of Sleep Research 2024, Boston University Sleep Study 2023, Bundesgesundheitsministerium 2024, sebastianfitzek.de.

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche oder psychologische Diagnose. Bei anhaltenden Schlafstörungen wenden Sie sich an einen Facharzt.

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