Ein Viertel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland fühlt sich psychisch belastet — das zeigt das Deutsche Schulbarometer 2026, das die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in diesem Jahr veröffentlicht hat. Die Rate ist gegenüber 2024 von 21 auf 25 Prozent gestiegen. Gleichzeitig wächst der Leistungsdruck: 61 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen berichten von hohen schulischen Anforderungen. Eltern und Nachhilfelehrer fragen sich: Was kann man jetzt konkret tun?
Was das Schulbarometer 2026 zeigt
Die Studie, durchgeführt mit 1.507 Schülerinnen, Schülern und Eltern, zeichnet ein besorgniserregendes Bild. Von den befragten Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 17 Jahren fühlen sich 15 Prozent psychisch beeinträchtigt — weitere 10 Prozent befinden sich im Grenzbereich. Das entspricht zusammen 25 Prozent: jede vierte Schülerin, jeder vierte Schüler.
Besonders betroffen sind:
- Kinder aus einkommensschwachen Haushalten: 31 Prozent psychisch belastet
- Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf: 36 Prozent betroffen
- 14-Jährige: mit 38 Prozent die am stärksten von Mobbing betroffene Altersgruppe
Hinzu kommt: Etwa 30 Prozent der befragten Schüler erleben monatlich Mobbing. Und 47 Prozent berichten, sich am Wochenende unter Druck zu fühlen, für die Schule zu lernen.
Warum die psychische Belastung wieder zunimmt
Nach einem vorübergehenden Rückgang post-Corona steigt die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen laut Schulbarometer 2026 erstmals wieder deutlich an. Die Forscher nennen mehrere Ursachen:
Leistungsdruck: Zwei Drittel der Schüler fühlen sich in einzelnen Unterrichtsstunden überfordert. Die Erwartungen an Schulleistungen — durch Eltern, Schule und den späteren Arbeitsmarkt — sind gestiegen.
Soziale Isolation: 25 Prozent der Befragten geben an, sich unbeliebt zu fühlen oder nicht dazuzugehören. Digitale Kommunikation hat persönliche Freundschaften in vielen Fällen nicht ersetzt, sondern verändert — oft zum Nachteil.
Fehlende Unterstützung: Wo es an schulpsychologischen Diensten und therapeutischen Kapazitäten mangelt, werden Probleme oft erst spät erkannt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Förderung mentaler Gesundheit in Schulen als prioritäres Ziel für 2026 ausgewiesen.
Was Eltern jetzt konkret tun können
Das Schulbarometer-Ergebnis ist kein Grund zur Panik — aber ein klares Signal zum Handeln. Die Forscher betonen: Rund 60 Prozent des Wohlbefindens von Kindern hängen von unterstützenden Lehrern, einem positiven Klassenklima und dem Selbstvertrauen des Kindes ab. Darauf können auch Eltern Einfluss nehmen.
Gespräche führen, nicht nur kontrollieren Fragen Sie Ihr Kind täglich nach einem konkreten Erlebnis — nicht nach Noten. Kinder, die zuhause offen über Schulprobleme sprechen können, entwickeln eine widerstandsfähigere Psyche.
Signale ernst nehmen Anhaltende Schlafprobleme, Appetitverlust, häufige Kopfschmerzen oder Schulverweigerung können auf eine ernsthafte psychische Belastung hinweisen. Suchen Sie in diesen Fällen das Gespräch mit dem Klassenlehrer und, wenn nötig, mit einem Kinderpsychologen.
Realistischen Leistungsanspruch setzen Ein Kind, das stets an seine Grenzen getrieben wird, bricht eher ein als eines, das lernen darf, auch Fehler zu machen. Nachhilfelehrer berichten, dass Kinder mit realistischen, statt überhöhten Erwartungen schneller Fortschritte erzielen.
Wie Nachhilfe gegen Überforderung helfen kann
Nachhilfe wird oft mit reiner Lernhilfe gleichgesetzt — dabei ist professionelle Lernbegleitung viel mehr. Ein guter Nachhilfelehrer erkennt, ob ein Kind beim Stoff hinterherhinkt oder ob dahinter eine tiefere Überforderung steckt. Diese Unterscheidung ist entscheidend.
Die Gymnasien unter Druck: Wie Nachhilfe dem Bildungssystem hilft, wenn es an seine Grenzen stößt, haben wir in einem eigenen Artikel beleuchtet: Gymnasien sind die neuen Hauptschulen: Wie Nachhilfe 2026 die Bildungskrise auffängt.
Folgende Leistungen einer qualifizierten Nachhilfekraft können den Unterschied machen:
- Lernstandsanalyse: Wo liegen konkrete Wissenslücken? Wo ist das Kind überlastet?
- Strukturierter Lernplan: Statt Nachholen auf Knopfdruck eine gezielte Vorbereitung auf Prüfungen
- Motivationsaufbau: Kinder, die wieder kleine Erfolgserlebnisse haben, verlieren die Angst vor dem Stoff
- Elternkommunikation: Gute Nachhilfelehrer informieren Eltern regelmäßig — und geben Empfehlungen, ob zusätzliche schulpsychologische Unterstützung sinnvoll ist
Was Schulen und die Politik tun müssen
Die Autoren des Schulbarometers fordern strukturelle Maßnahmen: mehr schulpsychologische Dienste, gezielte Förderprogramme für Kinder aus einkommensschwachen Familien, kleinere Klassen und eine verstärkte Lehrerausbildung im Bereich psychische Gesundheit. Kinderarmut als Wurzel vieler Belastungen müsse politisch stärker bekämpft werden.
Kurzfristig sind Eltern und Lehrkräfte gefordert, die Lücken zu schließen — solange die Strukturen nicht ausreichen.
Früh handeln zahlt sich aus
Das Deutsche Schulbarometer 2026 ist ein Weckruf. Aber es bietet auch Hoffnung: Kinder, die frühzeitig die richtige Unterstützung erhalten — ob durch engagierte Eltern, aufmerksame Lehrkräfte oder qualifizierte Nachhilfelehrer —, holen verlorenen Boden auf und entwickeln Resilienz für die Anforderungen der Zukunft.
Das gilt vor allem für gefährdete Gruppen: Kinder, die bereits erste Anzeichen von Überlastung zeigen, profitieren von einer strukturierten Einzelbegleitung, bevor aus Überforderung Schulverweigerung wird. Je früher die Unterstützung einsetzt, desto weniger Lernrückstand muss aufgeholt werden — und desto stabiler bleibt das Selbstbild des Kindes.
Über Expert Zoom finden Sie qualifizierte Nachhilfelehrer, die nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern auch verstehen, was hinter schulischen Schwierigkeiten steckt — für ein Kind, das wieder gern zur Schule geht.
Hinweis: Dieser Artikel informiert allgemein über Bildungsthemen. Bei ernsthaften psychischen Belastungen Ihres Kindes wenden Sie sich bitte an einen Kinderpsychologen oder den schulpsychologischen Dienst Ihrer Gemeinde.
