Derry Scherhants Nationalteam-Debüt: Was sein Lernweg über gezielte Förderung verrät

Schüler mit Sportausrüstung beim Nachhilfegespräch an einem deutschen Schreibtisch

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Sophie Sophie MeierNachhilfe
6 Min. Lesezeit 4. Oktober 2026

Derry Scherhant stand am 3. Oktober 2026 in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft — und lieferte beim 2:0-Sieg gegen Serbien eine beeindruckende Vorstellung. Bundestrainer Jürgen Klopp nominierte den 23-jährigen SC-Freiburg-Flügelstürmer erstmals für ein A-Länderspiel der Nations League. Für viele Beobachter kam der Sprung überraschend. Für Lernpsychologen und Entwicklungsexperten keineswegs.

Scherhants Weg erzählt nicht nur von Fußball. Er erzählt davon, wie aus einem jungen Menschen ein Leistungsträger wird — durch eine Kombination aus Rückschlägen, gezieltem Training und strukturierter Entwicklung. Diese Geschichte ist weit über den Sport hinaus relevant: für Schülerinnen und Schüler, für Eltern und für alle, die verstehen wollen, wie Lernen wirklich funktioniert.

Von der Abstiegszone in die Nationalelf: Ein Lernweg mit Hindernissen

Wer Scherhants Karriere verfolgt hat, sieht keinen geradlinigen Aufstieg. Der Rechtsaußen, der bevorzugt auf der linken Seite spielt, erlebte mit Hertha BSC eine Relegation — der Hauptstadtklub stieg 2024 in die 2. Bundesliga ab. Für viele junge Spieler ist ein solcher Rückschlag das Ende ihrer Ambitionen. Scherhant machte weiter.

Er wechselte im Sommer 2024 zum SC Freiburg, kämpfte sich in die Stammelf und stand in der Europa-League-Saison 2025/26 kurz vor dem Finale. In der laufenden Bundesliga-Saison 2026/27 sammelte er in den ersten sechs Spielen ein Tor und sechs Vorlagen — eine Ausbeute, die ihn zu einem der produktivsten Vorlagengeber der Liga macht. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt erzielte er ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Trainer Julian Schuster lobte ihn öffentlich für seine kombinative Spielanlage und sein Pressing-Verhalten. Dann kam der Anruf von Jürgen Klopp.

Aus sportpsychologischer Sicht ist diese Karrierekurve kein Zufall. Sie folgt einem Muster, das Lernforscher seit Jahrzehnten beschreiben.

Was Sportwissenschaftler über Entwicklung und Lernen wissen

Das Konzept des „deliberate practice" — gezieltes, feedbackorientiertes Üben — geht auf den schwedischen Psychologen Anders Ericsson zurück. Seine Forschung zeigt: Nicht Talent allein, sondern strukturiertes Lernen über längere Zeiträume ermöglicht Spitzenleistungen. Tausende von Trainingsstunden genügen nicht — es kommt darauf an, wie diese Stunden gestaltet werden.

Spitzenfußballer wie Scherhant üben nicht einfach viel — sie üben mit Methode. Jedes Training ist auf spezifische Schwächen ausgerichtet. Videoanalyse, Einzelgespräche mit dem Trainer und gezielte Selbstreflexion gehören genauso dazu wie das Spielen selbst. Scherhant hat in Interviews beschrieben, wie er seinen Spielstil nach dem Wechsel zu Freiburg unter Trainer Schuster systematisch weiterentwickelt hat — insbesondere sein Timing bei Pässen in den Raum und sein Bewegungsablauf ohne Ball.

Diese Lernprinzipien sind nicht auf Fußball beschränkt. Ob Mathematik, Fremdsprachen oder Naturwissenschaften: Die neurobiologischen Grundlagen sind dieselben. Und doch: Im deutschen Schulsystem bekommen viele Schülerinnen und Schüler genau das nicht, was Elite-Athleten als selbstverständlich erleben — nämlich individuelles, feedbackreiches, auf ihre persönlichen Schwächen zugeschnittenes Training.

Laut dem Statistischen Bundesamt nimmt die Zahl der Schüler, die private Lernunterstützung in Anspruch nehmen, seit Jahren zu. Schätzungen aus dem Bildungsbereich zufolge erhalten rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland regelmäßig bezahlte Nachhilfe — eine Zahl, die den Bedarf an strukturierter individueller Förderung deutlich unterstreicht.

Wenn Lernen scheitert: Was wirklich hinter schlechten Noten steckt

Schlechte Schulnoten gelten in Deutschland oft als Zeichen mangelnden Fleißes oder fehlender Begabung. Die Realität ist komplexer. Lernforscher unterscheiden heute zwischen kognitiven, motivationalen und strukturellen Hürden.

Kognitive Lücken entstehen, wenn grundlegende Konzepte fehlen und trotzdem weitergelernt wird. Ein Schüler, der Bruchrechnung nicht beherrscht, wird in der Algebra dauerhaft scheitern — egal wie fleißig er übt. Motivationale Probleme entstehen oft durch wiederholte Misserfolge: Wer sich immer als unfähig erlebt, stellt das Lernen irgendwann ein. Strukturelle Hürden — fehlende Lernzeit, schwieriges häusliches Umfeld, kein geeigneter Ansprechpartner — verhindern Lernfortschritte unabhängig von Intelligenz oder Motivation.

Was Elite-Sportler in dieser Situation haben und viele Schüler nicht: professionelle Einzelbetreuung, die genau diese Engpässe erkennt und systematisch behebt. Scherhant hatte beim SC Freiburg einen strukturierten Trainerstab, der seine Entwicklung begleitete — mit Diagnose, Feedback und klaren Lernzielen.

Konkretes Beispiel: Wenn Schulleistung über die Sportkarriere entscheidet

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Leonie ist 15 Jahre alt, spielt in einer Bundesnachwuchsspieler-Akademie und trainiert viermal pro Woche. Im September 2026 zeigt ihr Halbjahreszeugnis zwei Fünfen — in Mathematik und Englisch. Die Klassenlehrerin spricht von Versetzungsgefahr.

Leonies Eltern stehen vor einer Entscheidung: weniger Sport oder mehr Förderung?

Eine diagnostisch arbeitende Nachhilfekraft würde in diesem Fall zunächst klären, wo Leonies mathematische Lücken wirklich liegen — und käme dabei möglicherweise auf ein Problem mit Proportionen aus Klasse 7 zurück, das sich durch alle folgenden Themen zieht. Die Prognose: Wenn Leonie zweimal pro Woche je 45 Minuten strukturierte Nachhilfe erhält, die gezielt auf diese Grundlagenlücke eingeht, dann verbessern sich ihre Noten nach aktuellen Erkenntnissen der Bildungsforschung um durchschnittlich 0,8 bis 1,2 Notenstufen innerhalb eines Schulhalbjahres.

Das entspricht — auf einen Zeitraum von fünf Monaten gerechnet — einem Aufwand von rund 36 Nachhilfestunden. Zum Vergleich: Scherhant hat nach eigener Aussage pro Woche über 20 Stunden Trainingszeit auf dem Platz und in der Analyse. Der entscheidende Punkt ist nicht der Zeitaufwand, sondern die Qualität.

Wenn Leonie ohne strukturierte Förderung sitzen bleibt, verliert sie das Recht auf die Schulform, die für die Hochschulreife erforderlich ist — und möglicherweise auch ihren Platz in der Akademie, weil viele Leistungssportschulen schulisches Mindestleistung verlangen. Die Investition in Nachhilfe schützt in diesem Fall nicht nur die Schulkarriere, sondern die sportliche Zukunft.

Was wirkungsvolle Nachhilfe auszeichnet

Nicht jede Nachhilfe ist gleich. Die Bildungsforschung ist inzwischen recht klar darüber, was wirkt:

Diagnose vor Therapie. Eine gute Nachhilfekraft beginnt nicht sofort mit Erklärungen, sondern analysiert zuerst, wo genau das Verständnis abbricht. Für Mathematik kann das bedeuten, den Wissenstand bis in frühere Klassen zurückzuverfolgen, um die eigentliche Lücke zu finden.

Kurzfristiges Feedback. Im Spitzensport bekommt ein Spieler sofort Rückmeldung: War der Pass präzise? Hat die Dribbling-Bewegung funktioniert? Im schulischen Lernen fehlt dieses Feedback häufig. Nachhilfestunden, in denen der Schüler nach jeder Aufgabe sofort korrigiert wird, zeigen messbar bessere Ergebnisse als Sitzungen, wo erst am Ende ausgewertet wird.

Regelmäßigkeit über Intensität. Drei Einheiten von je 45 Minuten pro Woche sind nachweislich wirksamer als eine dreistündige Marathon-Sitzung am Wochenende. Das gilt für Fußballtraining genauso wie für Mathematiklernen.

Persönliche Beziehung. Studien aus der Lernmotivationsforschung zeigen, dass Schüler von Lehrkräften lernen, denen sie vertrauen. Es lohnt sich, für eine Nachhilfeperson Zeit zu nehmen und die Chemie zu prüfen — nicht einfach die erste verfügbare Option zu wählen.

Schule und Sport: Warum Doppelbelastung besonderer Strategie bedarf

Leistungssportler wie Scherhant, die gleichzeitig eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, stehen vor einer Herausforderung, die Sportpsychologen als „kognitive Ressourcenkonkurrenz" beschreiben. Das bedeutet: Mentale Energie ist begrenzt. Wer intensive körperliche und mentale Trainingsphasen durchläuft, hat für das klassische Lernen weniger Kapazität — selbst bei ausreichend Schlaf und Erholung.

Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Physiologie. Untersuchungen der Deutschen Sporthochschule Köln haben in den vergangenen Jahren wiederholt gezeigt, dass Schüler in Elitekadern andere Lernrhythmen brauchen als Gleichaltrige ohne Hochleistungssport-Verpflichtung. Kurze, intensive Lerneinheiten in Phasen niedriger körperlicher Belastung sind deutlich effektiver als längere Blöcke nach dem Training.

Für Eltern, deren Kinder sowohl sportlich als auch schulisch Leistung erbringen sollen, ist diese Erkenntnis praktisch: Die Frage ist nicht, ob ein Kind Nachhilfe braucht — sondern wann und in welcher Form sie am meisten wirkt. Eine erfahrene Nachhilfekraft, die mit Schülerinnen und Schülern aus dem Leistungssport vertraut ist, kann den Lernrhythmus gezielt anpassen.

Was jetzt zu tun ist

Derry Scherhant hat gezeigt, dass Karrieren nicht linear verlaufen müssen. Was ihn auszeichnet, ist nicht übernatürliches Talent, sondern die Fähigkeit, aus strukturierten Lernsituationen zu wachsen — auch nach Rückschlägen.

Dieselbe Logik gilt für die Schule. Wenn ein Schüler oder eine Schülerin trotz Fleiß keine Fortschritte macht, ist das meist kein Versagen der Person, sondern ein Zeichen dafür, dass das Lernumfeld nicht stimmt. Die richtige Nachhilfe — gezielt, diagnostisch und regelmäßig — kann diesen Kreislauf durchbrechen.

Auf Expert Zoom finden Schüler und Eltern qualifizierte Nachhilfe-Expertinnen und -Experten, die nach dem Prinzip des gezielten Lernens arbeiten — mit transparenten Bewertungen und direktem Erstkontakt.

Hinweis: Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zu Lernstrategien und Bildungsunterstützung. Er ersetzt keine individuelle pädagogische Diagnose durch eine Fachkraft.

Bildnachweise : Dieses Bild wurde mittels künstlicher Intelligenz generiert.

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