Luka Vušković wechselt für bis zu 70 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zu Brighton & Hove Albion – und das mit nur 19 Jahren. Der kroatische Innenverteidiger hat eine außergewöhnliche Leihsaison beim Hamburger SV hinter sich und steht mitten in einem der teuersten Transfers des Sommers 2026. Was sein Fall für junge Athleten bedeutet, die in kürzester Zeit in Millionenregionen aufsteigen, erklärt ein Vermögensberater.
Vom HSV-Leihspieler zur 60-Millionen-Euro-Sensation
Luka Vušković kam 2023 mit 17 Jahren von Hajduk Split zu Tottenham Hotspur. Die Spurs schickten ihn zur Saison 2025/26 als Leihspieler zum Hamburger SV – eine Entscheidung, die sich für alle Beteiligten auszahlen sollte. In 28 Bundesliga-Einsätzen erzielte der Innenverteidiger sechs Tore und überzeugte durch Zweikampfstärke, Spieleröffnung und Ruhe am Ball. Der Effekt auf seinen Marktwert war dramatisch: Laut Transfermarkt stieg er von 18 Millionen Euro im Dezember 2025 auf 60 Millionen Euro im Juni 2026 – ein Anstieg von über 230 Prozent in weniger als einem halben Jahr.
Brighton & Hove Albion legte laut übereinstimmenden Medienberichten vom 19. Juni 2026 ein konkretes Angebot von rund 35 Millionen Euro vor, das Tottenham ablehnte. Der Londoner Klub soll zwischen 50 und 70 Millionen Euro fordern. Vušković selbst drängt demnach auf den Wechsel und hat eine mündliche Einigung mit Brighton erzielt. Gleichzeitig steht er im kroatischen Kader für die Weltmeisterschaft 2026 – ein Ritterschlag für einen 19-Jährigen, der vor einem Jahr noch in der zweiten deutschen Liga spielte.
Was ein Marktwert von 60 Millionen Euro für den Spieler bedeutet
Die Ablösesumme landet natürlich nicht direkt auf dem Spielerkonto. Aber sie ist ein zuverlässiger Indikator dafür, wie hoch das Gehalt nach einem Wechsel ausfallen wird. Klubs, die 50 bis 70 Millionen Euro investieren, zahlen typischerweise Jahresgehälter im einstelligen Millionenbereich. Für Vušković bedeutet das: Mit 19 Jahren steht er kurz davor, mehr zu verdienen als die meisten Menschen in ihrem gesamten Berufsleben.
Das Problem ist häufig nicht das Geld selbst, sondern das fehlende Wissen im Umgang damit. Profifußballer sind in Deutschland nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Wer als Sportler keine private Altersvorsorge aufbaut, riskiert nach dem Karriereende – häufig bereits mit Mitte 30 – ohne ausreichende Absicherung dazustehen.
Steuern, Abgaben und die Bundesliga-Realität
Während Vušković in der Bundesliga aktiv war, unterlag er dem deutschen Einkommensteuerrecht. Für Einkünfte oberhalb von 277.826 Euro gilt in Deutschland ein Spitzensteuersatz von 45 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag. Hinzu kommen Sozialversicherungsbeiträge, Agentenhonorare und – bei internationalen Spielern – Fragen zur steuerlichen Ansässigkeit.
Besonders komplex wird die Situation bei Bildrechten und Sponsorenverträgen: Klubs versuchen häufig, diese Rechte im Arbeitsvertrag zu verankern. Spieler, die hier keine rechtliche Begleitung in Anspruch nehmen, verlieren unter Umständen bedeutende Einnahmen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist Verbraucher in ihrem Ratgeber zur Geldanlage ausdrücklich darauf hin, bei der Auswahl von Finanzberatern auf eine gültige BaFin-Zulassung zu achten – gerade bei komplexen Einkommenssituationen wie denen von Profisportlern.
Häufige Fehler, die junge Talente teuer zu stehen kommen
Vermögensberater, die auf Profisportler spezialisiert sind, berichten immer wieder von denselben Mustern:
Vertrauen in das falsche Umfeld: Freunde und Familienmitglieder meinen es gut – aber für Millionenbeträge braucht es fachkundige, unabhängige Begleitung. Entscheidungen aus Loyalität können langfristig sehr teuer werden.
Immobilien ohne Expertise: Wohnimmobilien gelten unter Fußballprofis als beliebte Anlageform. Ohne professionelle Begleitung drohen jedoch Fehlinvestitionen, steuerliche Nachteile beim Erwerb im Ausland oder rechtliche Probleme bei Mietverhältnissen.
Bildrechte leichtfertig abgegeben: Große Klubs versuchen oft, Persönlichkeitsrechte der Spieler in den Arbeitsvertrag einzuschließen. Wer diese Klauseln nicht prüfen lässt, verschenkt potenzielle Einnahmen aus Werbeverträgen.
Keine Altersvorsorge: Ein aktiver Spieler verdient vielleicht bis Mitte 30. Danach folgen vier bis fünf Jahrzehnte ohne dieses Einkommen. Wer nicht frühzeitig privat vorsorgt – über ETF-Portfolios, Immobilien oder Rentenversicherungen –, steht im Alter vor ernsthaften Problemen.
Agentenhonorare unterschätzt: Spielerberater verdienen typischerweise fünf bis zehn Prozent der Transfersumme und der Jahresgehälter. Bei einem 60-Millionen-Transfer summiert sich das schnell auf mehrere Millionen Euro – Summen, die bei der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden müssen.
Was professionelle Vermögensberatung konkret leistet
Wer in jungen Jahren viel verdient, sollte früh mit der strukturierten Finanzplanung beginnen. Ein lizenzierter Vermögensberater kann konkret unterstützen bei:
- Steuerlicher Strukturierung: Wann lohnt sich eine eigene GmbH für Bildrechte und Sponsoreneinnahmen? Welche Ausgaben sind als Werbungskosten absetzbar?
- Portfolio-Aufbau: Diversifikation über breit gestreute ETFs, ausgewählte Immobilien und andere Anlageklassen – abgestimmt auf Karrieredauer und Risikoprofil
- Liquiditätsplanung: Sicherstellung, dass nach Steuern, Abgaben und Lebenshaltungskosten ausreichend Kapital für den Vermögensaufbau verbleibt
- Altersvorsorge: Aufbau passiver Einkommensquellen, die auch ohne Spielergehalt tragfähig sind
- Begleitung bei Vertragsverhandlungen: Klärung, welche Klauseln zu Bildrechten, Bonuszahlungen und Ausstiegsklauseln juristisch und finanziell kritisch sind
Entscheidend ist dabei die Wahl eines Beraters mit nachgewiesener BaFin-Zulassung, der unabhängig von Provisionen agiert. Nur so ist gewährleistet, dass Empfehlungen im Interesse des Athleten erfolgen – und nicht im Interesse des Beraters.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Anlageberatung. Für persönliche Finanzentscheidungen empfiehlt sich stets die Konsultation eines zugelassenen Fachberaters.
Der Fall Vušković zeigt: Früh handeln zahlt sich aus
Luka Vušković steht exemplarisch für eine Generation junger Spieler, die dank globalem Transfermarkt und moderner Scouting-Methoden schneller zu erheblichen Einnahmen kommen als je zuvor. Die Marktwert-Explosion von 18 auf 60 Millionen Euro in sechs Monaten ist außergewöhnlich – aber kein Einzelfall mehr.
Die entscheidende Frage ist nicht, wie viel ein Spieler verdient. Sie lautet: Wie viel davon bleibt am Ende tatsächlich übrig – und wie lange trägt es? Professionelle Vermögensberatung ist dabei keine Option für wenige, sondern eine Notwendigkeit für jeden, der langfristig finanziell abgesichert sein möchte.
Auf Expert Zoom finden Profisportler und Menschen mit plötzlich gestiegenem Einkommen geprüfte Vermögensberater, die genau auf diese Situationen spezialisiert sind. Ein erstes Beratungsgespräch kann der wichtigste Schritt sein – am besten, bevor der nächste Vertrag unterschrieben ist.

Julia Richter