IT-Fachmann überprüft Cybersicherheits-Dashboard vor der Gamescom 2026 in Köln

Gamescom 2026: Sind Ihr Netzwerk und Ihre IT wirklich bereit für die größte Gaming-Messe der Welt?

Informationstechnologie 4 Min. Lesezeit 20. März 2026

Die Gamescom 2026 öffnet vom 26. bis 30. August ihre Tore in Köln — und der Ticketverkauf läuft bereits auf Hochtouren. Über 1.500 Unternehmen aus mehr als 40 Nationen, rund 335.000 erwartete Besucher und die offizielle Premiere der Nintendo Switch 2: Die weltgrößte Gaming-Messe setzt 2026 neue Maßstäbe. Doch während Fans fieberhaft Tickets buchen, stellen sich IT-Verantwortliche in Unternehmen eine dringende Frage — sind ihre Systeme wirklich vorbereitet?

Was die Gamescom 2026 zur größten Vernetzungs-Herausforderung des Jahres macht

Die diesjährige Gamescom bricht bereits jetzt Rekorde: Die Ausstellerregistrierungen stiegen zum dritten Mal in Folge auf ein neues Allzeithoch — ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben Nintendo, das als erster bestätigter Aussteller die neue Switch 2 zeigt, werden Unternehmen aus 23 offiziellen Länderpavlilons erwartet. Die Opening Night Live am 25. August wird weltweit live übertragen.

Für die Gaming-Industrie ist die Gamescom der wichtigste B2B-Treffpunkt des Jahres. Spieleentwickler, Publisher, Hardwarehersteller und Dienstleister aus aller Welt tauschen auf der Kölner Messe Verträge aus, präsentieren Demos und schließen Deals. Und genau hier liegt das Problem, das viele erst bemerken, wenn es zu spät ist: Eine solche Veranstaltung stellt extreme Anforderungen an IT-Infrastruktur, Datensicherheit und digitale Geschäftsprozesse.

Die unterschätzten IT-Risiken rund um Großmessen

Digitale Angriffe auf Unternehmen häufen sich besonders rund um Großveranstaltungen. Die Gründe sind nachvollziehbar: Mitarbeiter sind unterwegs, nutzen öffentliche WLAN-Netze, verbinden sich mit unbekannten Geräten und öffnen hastig E-Mails von vermeintlichen Partnern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt regelmäßig vor gezielten Phishing-Kampagnen, die zeitlich auf Messeevents abgestimmt sind.

Konkrete Risiken, die IT-Verantwortliche kennen sollten:

  • Öffentliche WLAN-Fallen: Das Messegelände der Koelnmesse bietet öffentliche Netzwerke — ideal für Man-in-the-Middle-Angriffe, bei denen Hacker Datenübertragungen abfangen.
  • Geräteverlust und Datenpannen: Auf einer Messe mit 335.000 Besuchern ist ein verlorenes Notebook oder Smartphone schnell zu einem ernsthaften Datenschutzproblem.
  • Gefälschte Partneranfragen: Nach der Messe landen oft betrügerische E-Mails in Postfächern, die legitime Kontakte imitieren und zum Download von Anhängen verleiten.
  • Unsichere Demosysteme: Unternehmen, die auf der Gamescom Produkte vorführen, richten temporäre IT-Umgebungen ein — diese sind häufig nicht ausreichend gehärtet.

Checkliste: Was IT-Abteilungen jetzt tun sollten

Die Vorbereitung auf die Gamescom 2026 beginnt nicht im August — sondern jetzt. Wer bis kurz vor der Messe wartet, riskiert Sicherheitslücken, die sich unter dem Druck des Messebetriebs kaum noch schließen lassen.

Vor der Messe:

  1. VPN-Pflicht für alle Mitarbeiter einführen: Kein Teammitglied sollte auf der Messe ohne gesicherte Verbindung auf Unternehmenssysteme zugreifen. Ein aktuelles VPN mit Zero-Trust-Architektur ist Pflicht.
  2. Mobile Device Management (MDM) aktualisieren: Alle dienstlichen Geräte müssen zentral verwaltbar, fernlöschbar und verschlüsselt sein.
  3. Phishing-Sensibilisierung durchführen: Ein kurzes Training vor der Messe, das typische Betrugsmaschen erklärt, kann erheblichen Schaden verhindern.
  4. Notfall-Kontaktliste bereithalten: Wer ist im Ernstfall erreichbar? Ein IT-Notfallplan für Vorfälle während der Messezeit muss vorab definiert sein.

Während der Messe:

  1. Privates WLAN vs. Messenetz trennen: Für sensible Datenübertragungen ausschließlich Mobile-Hotspot über Mobilfunk nutzen.
  2. Zugriffsrechte temporär einschränken: Mitarbeiter vor Ort benötigen möglicherweise nur eingeschränkten Zugriff — weniger Rechte bedeuten weniger Angriffsfläche.

Nach der Messe:

  1. Passwörter ändern und Geräte prüfen: Nach jedem Messebesuch sollten Passwörter gewechselt und Geräte auf verdächtige Software überprüft werden.
  2. E-Mails kritisch prüfen: Follow-up-Mails von unbekannten Adressen, die Anhänge enthalten, sollten grundsätzlich verifiziert werden.

Was Spieleentwickler und Gaming-Unternehmen besonders beachten müssen

Die Gamescom ist nicht nur für Gaming-Fans ein Magnet — auch Industriespione und Wettbewerber interessieren sich für unveröffentlichte Spielinhalte, Demo-Builds und Roadmaps. Mehrere große Publisher haben in der Vergangenheit berichtet, dass vertrauliche Informationen nach Messebesuchen in Umlauf geraten waren.

Wer auf der Gamescom 2026 eine Demo oder einen Prototypen zeigt, sollte:

  • Separate Hardware verwenden, die keinen Zugriff auf interne Serversysteme hat
  • Demosoftware auf einem isolierten Gerät betreiben
  • Keine Prototypen mit aktivem Internet-Zugang ausstellen

Wann lohnt sich der Rat eines IT-Spezialisten?

Für kleine und mittelständische Unternehmen, die an der Gamescom teilnehmen, stellt sich oft die Frage: Brauchen wir externe IT-Unterstützung? Die Antwort ist: Ja — insbesondere wenn keine dedizierte IT-Abteilung vorhanden ist.

Ein erfahrener IT-Sicherheitsberater kann in wenigen Stunden eine Risikobewertung durchführen, kritische Schwachstellen identifizieren und konkrete Maßnahmen empfehlen. Das ist deutlich günstiger als die Folgekosten eines Datenlecks — die laut einer aktuellen IBM-Studie im DACH-Raum im Durchschnitt 4,5 Millionen Euro betragen.

Ob Penetrationstest vor der Messe, VPN-Einrichtung für das Messegeräte-Paket oder die Erstellung eines IT-Notfallplans: Auf ExpertZoom finden Unternehmen qualifizierte IT-Spezialisten, die gezielt auf Messevorbereitung spezialisiert sind.

Datenschutz nach der DSGVO: Was Aussteller rechtlich beachten müssen

Ein Aspekt, der bei der Messevorbereitung häufig vergessen wird: die datenschutzrechtlichen Pflichten. Auf der Gamescom werden Visitenkarten gescannt, Kontaktdaten erfasst und Fotos gemacht — alles Vorgänge, die unter die DSGVO fallen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie über eine rechtssichere Grundlage für die Verarbeitung dieser Daten verfügen.

Wer auf der Messe Kundendaten erfasst, muss diese gemäß den DSGVO-Anforderungen speichern, gegen Zugriff sichern und auf Löschanfragen reagieren können. Ein IT-Berater kann bei der Einrichtung DSGVO-konformer Tools für Lead-Erfassung und CRM-Integration helfen — und damit kostspielige Bußgelder vermeiden.

Fazit: Gamescom-Begeisterung ja — aber mit IT-Hausaufgaben

Die Gamescom 2026 wird ein spektakuläres Ereignis. Nintendo Switch 2, neue Spielwelten, 335.000 Besucher, über 1.500 Aussteller aus aller Welt. Doch für Unternehmen gilt: Begeisterung allein schützt nicht vor Cyberangriffen. Die Vorbereitungszeit bis August ist lang genug, um die eigene IT-Infrastruktur auf Vordermann zu bringen — wer jetzt handelt, ist im Sommer auf der sicheren Seite.

Ein erfahrener IT-Sicherheitsspezialist ist dabei kein Luxus, sondern eine Investition. Auf ExpertZoom finden Sie geprüfte IT-Experten, die Ihnen bei der Gamescom-Vorbereitung helfen — vom Sicherheitsaudit bis zur VPN-Einrichtung.

Hinweis: Für individuelle IT-Sicherheitsberatung empfiehlt es sich, einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren. Die hier genannten Maßnahmen dienen der allgemeinen Orientierung.

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