Die Energieökonomin Claudia Kemfert erscheint am 26. März 2026 in der Sendung „Markus Lanz" im ZDF und stellt ihr neues Buch „Kurzschluss: Wie wir unsere Energiezukunft verspielen" vor, das am 19. März 2026 erschienen ist. Ihre zentrale These: Nicht die Energiewende ist teuer — teuer ist das Festhalten an fossilen Energieträgern. Doch was bedeutet das konkret für Ihren Haushalt und Ihre Finanzen?
Kemferts Auftritt bei einem der meistgesehenen deutschen Talkshows macht das Thema zur Tagesgespräch: Wie navigiert man als Privathaushalt durch steigende Energiepreise, staatliche Förderprogramme und langfristige Investitionsentscheidungen?
Was Claudia Kemfert sagt — und was es für Verbraucher bedeutet
Kemfert ist Professorin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Mitglied des Sachverständigenrats für Umweltfragen. In ihrem neuen Werk greift sie aktuelle Mythen zur Energiewende auf: etwa den Irrtum, erneuerbare Energien seien grundsätzlich teurer als Kohle oder Gas.
Ihr Kernargument hat eine direkte finanzielle Implikation für Haushalte: Die staatlichen Klimaschutzprogramme — 67 Maßnahmen mit 8 Milliarden Euro, die die Bundesregierung gerade beschlossen hat — enthalten laut Kemfert „zu optimistische Berechnungen". Das bedeutet: Die Kosten des Übergangs werden von Bürgern mitgetragen, oft ohne dass sie die staatlichen Förderinstrumente voll ausschöpfen.
Die Energiekosten 2026: Was Zahlen zeigen
Laut der Bundesnetzagentur lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis in Deutschland im ersten Quartal 2026 bei 32,1 Cent pro Kilowattstunde — ein Rückgang gegenüber den Spitzenwerten von 2022/23, aber nach wie vor deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 27 Cent/kWh.
Gleichzeitig steigen die CO₂-Preise im europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS): Im März 2026 bewegt sich der CO₂-Preis um 68 Euro pro Tonne, was die Heizölpreise und Gaskosten für Haushalte ohne Wärmepumpe oder Solaranlage spürbar belastet.
Drei Faktoren bestimmen laut einer Analyse der Verbraucherzentrale Bundesverband Ihre Energierechnung:
- Grundpreis und Arbeitspreis Ihres Stromtarifs — oft jahrelang nicht überprüft
- Eigenverbrauchsanteil bei Solaranlagen: Wer seinen Strom selbst verbraucht, zahlt keine EEG-Umlage
- Staatliche Förderungen für Dämmung, Wärmepumpe oder Photovoltaik — BEW, KfW oder BAFA-Programme, die viele nicht beantragen
Was ein Vermögensberater zu Energieinvestitionen rät
Energieeffizienzmaßnahmen sind längst kein reines Umweltthema mehr — sie sind Finanzentscheidungen mit messbarem Return on Investment. Ein Vermögensberater kann Ihnen helfen, Sanierungsinvestitionen in den Gesamtkontext Ihrer finanziellen Situation einzuordnen:
Photovoltaikanlage: Amortisationszeit bei Eigenheimbesitzern heute: 8 bis 12 Jahre, abhängig von Ausrichtung, Dach und Eigenstromverbrauch. Bei einem KfW-Kredit von 3,5 % Effektivzins und einer Einspeisevergütung von aktuell 8,1 Cent/kWh (Stand: März 2026) lässt sich eine grobe Renditerechnung aufstellen — die aber individuell stark variiert.
Wärmedämmung: Eine Kellerdecken- oder Dachdämmung kann die Heizkosten um 15 bis 25 % senken. Kombiniert mit BAFA-Förderungen von bis zu 20 % der Investitionskosten ergeben sich Amortisationszeiten von 5 bis 8 Jahren.
Energieaktien oder -fonds: Wer nicht selbst investieren möchte, kann über einen Vermögensberater in Fonds investieren, die auf erneuerbare Energien oder Energieeffizienz setzen. Das Risiko ist breit gestreut — aber die Renditen hängen stark von der Regulierung ab.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist informativer Natur und ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Investitionsentscheidungen sollten stets auf Ihre persönliche finanzielle Situation abgestimmt sein.
Die Risiken der Untätigkeit: Was auf dem Spiel steht
Kemferts Botschaft an Verbraucher ist klar: Passivität kostet mehr als Handeln. Die Bundesregierung hat im Klimaschutzprogramm 2026 zwar 67 Maßnahmen und 8 Milliarden Euro bereitgestellt, doch Kemfert warnt: Die Berechnungen seien zu optimistisch, und Bürger sollten sich nicht allein auf staatliche Unterstützung verlassen.
Konkret drohen nicht handelnden Haushalten drei finanzielle Risiken:
- Steigende CO₂-Kosten: Ab 2027 soll der nationale CO₂-Preis auf 50 Euro pro Tonne Brennstoff steigen — das verteuert Heizöl und Erdgas nochmals spürbar.
- Wertverlust von Immobilien: Laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem Jahr 2025 haben schlecht sanierte Gebäude der Energieeffizienzklasse G und F bereits einen Abschlag von 8 bis 15 % im Vergleich zu ähnlichen sanierten Objekten.
- Verpasste Fördergelder: Viele Bundesbürger wissen nicht, dass die KfW-Bank und das BAFA kombiniert bis zu 70 % der Sanierungskosten übernehmen können — für Wärmepumpe, Dämmung und Fensteraustausch zusammen.
Was Sie jetzt konkret tun können
Kemferts Botschaft an Verbraucher ist klar: Passivität kostet. Wer jetzt nicht handelt, zahlt langfristig mehr — sei es durch höhere Energierechnungen, Wertverlust bei schlecht gedämmten Immobilien oder entgangene Förderungen.
Folgende Schritte empfiehlt die Verbraucherzentrale:
- Stromanbieter wechseln: In der Regel lassen sich 150 bis 300 Euro jährlich sparen
- Heizkostenabrechnung prüfen: Viele Nebenkostenabrechnungen enthalten Fehler
- Energieaudit beantragen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert professionelle Energieberatung für Wohngebäude mit bis zu 1.300 Euro
Wer die finanziellen Implikationen der Energiewende für sein Vermögen und seine Investitionen bewerten möchte, findet bei Expert Zoom qualifizierte Vermögensberater, die Energieinvestitionen in den Kontext einer ganzheitlichen Finanzstrategie einordnen können.
Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz könnten deutsche Haushalte allein durch Energieeffizienzmaßnahmen bis zu 20 % ihrer Energiekosten einsparen — ohne Komfortverlust. Die Frage ist nicht ob, sondern wann man handelt.
Fazit: Kemfert hat recht — aber der Einzelne muss selbst tätig werden
Claudia Kemferts Auftritt bei Markus Lanz am 26. März 2026 wird die Energiedebatte erneut befeuern. Ihr Buch „Kurzschluss" erschien am 19. März 2026 zu einem Zeitpunkt, da viele Haushalte spürbar unter steigenden Energiekosten leiden. Die volkswirtschaftliche These — die Energiewende ist günstiger als der fossile Status quo — ist für viele Bürger noch abstrakt.
Was zählt, sind die konkreten Zahlen auf Ihrer Stromrechnung. Ein erfahrener Vermögensberater hilft Ihnen, den richtigen Moment für energetische Sanierungen, Förderprogramme und Energieinvestitionen zu finden — und aus Kemferts These eine persönliche Finanzstrategie zu machen.
