Luka Modrić beendet nach der WM 2026 seine Karriere: Was Athleten vom Übergang ins Management lernen können
Madrid/Mailand, Juni 2026 – Eine Ära neigt sich dem Ende zu. Nach Berichten mehrerer spanischer Medien plant Luka Modrić, kroatischer Fußballlegende und aktuell Spieler des AC Mailand, seine aktive Karriere nach der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zu beenden. Doch der 40-Jährige soll nicht einfach vom Fußball Abschied nehmen: Ein Rückkehr zu seinem Herzensverein Real Madrid in einer Führungsrolle wird intensiv spekuliert. Für Sportler, Manager und Berater ist der Fall Modrić ein Musterbeispiel dafür, wie eine aktive Karriere strategisch in eine zweite Berufsphase überführt werden kann.
Eine beispiellose Karriere nähert sich dem Finale
Luka Modrić zählt zweifellos zu den besten Mittelfeldspielern der Fußballgeschichte. Seit seinem Wechsel zu Real Madrid im Jahr 2012 gewann er mit den Königlichen sechs Champions-League-Titel, mehrere spanische Meisterschaften und zahlreiche weitere Titel. 2018 krönte er seine Karriere mit dem Ballon d’Or – als erster Spieler nach zehn Jahren, der Lionel Messi und Cristiano Ronaldo diesen Preis streitig machen konnte.
Nach seinem emotionalen Abschied von Real Madrid im Sommer 2025 wechselte Modrić zum AC Mailand, um weiterhin auf höchstem Niveau spielen zu können. Sein Ziel war klar: Er wollte sich für die WM 2026 mit Kroatien fit halten und seinem Land ein letztes großes Turnier ermöglichen. Unter Trainer Massimiliano Allegri avancierte er trotz seines Alters zum unumstrittenen Leistungsträger und absolvierte in der Saison 2025/26 fast 2.900 Spielminuten.
Rückkehr zu Real Madrid – nicht als Spieler, sondern als Führungskraft
Die Berichte über Modrić‘ Zukunft klingen vielversprechend. Laut spanischen Medien wie Diario AS und Tomás Roncero soll Real-Madrid-Präsident Florentino Pérez dem Kroaten eine Rückkehr in eine beliebige Führungsrolle angeboten haben. Möglich seien Positionen im sportlichen Management, im Nachwuchsbereich oder sogar als Bindeglied zwischen Trainerstab und Klubführung.
Diese Planung ist kein Zufall. Viele große Vereine setzen heute gezielt auf ehemalige Spieler, die die DNA des Klubs verkörpern und gleichzeitig über internationales Netzwerk sowie Erfahrung verfügen. Beispiele wie Roberto Carlos, Iker Casillas oder Zinédine Zidane zeigen, dass Ex-Profis bei Real Madrid unterschiedliche Rollen übernehmen können – vom Botschafter über Berater bis hin zum Trainer.
Für Modrić käme eine Rückkehr nach Madrid auch persönlich entgegen. Nach mehr als einem Jahrzehnt in der spanischen Hauptstadt ist der Verein zu seiner zweiten Heimat geworden. Ein geplanter Sabbatjahr nach dem Karriereende, gefolgt von Trainerlizenz-Kursen und einer Position in der Jugendarbeit, würde seinen Wunsch widerspiegeln, im Fußball zu bleiben – allerdings auf einer neuen Ebene.
Expertenwissen gefragt: Karriereplanung für Spitzensportler
Der Übergang vom aktiven Leistungssportler zur Führungskraft ist eine der größten Herausforderungen für Athleten. Jahrelang stand der sportliche Erfolg im Mittelpunkt, nun müssen Transferfähigkeiten wie Teamführung, Kommunikation, strategisches Denken und Vertragsrecht neu gelernt oder zertifiziert werden. Experten für Sportmanagement und Karriereberatung empfehlen Spitzensportlern daher eine frühzeitige Vorbereitung:
- Bildungsoffensive: Absolvieren Sie während oder direkt nach der Karriere Management-, Rechts- oder Trainerkurse.
- Netzwerkpflege: Pflegen Sie Kontakte zu Vereinen, Verbänden und Sponsoren bereits während der aktiven Zeit.
- Mentoring: Suchen Sie erfahrene Führungskräfte, die den Übergang begleiten.
- Rechtliche Absicherung: Lassen Sie Verträge für Berater- oder Managementpositionen von Spezialisten prüfen.
- Imagepflege: Entwickeln Sie eine klare persönliche Marke jenseits des sportlichen Erfolgs.
Gerade für Fußballer wie Modrić, die über globale Bekanntheit verfügen, ist die Beratung durch Experten für Sportrecht, Vermögensverwaltung und Personalberatung unverzichtbar. Ähnlich wie beim Karriereende anderer Stars zeigt sich: Wer früh plant, hat nach dem letzten Pfiff deutlich bessere Karten.
Was Unternehmen von Sportlern lernen können
Der Fall Modrić ist nicht nur für den Sport relevant. Auch in der Wirtschaft geht es darum, hochspezialisierte Talente langfristig an das Unternehmen zu binden. Der Wechsel von einer operativen in eine strategische Rolle ist ein klassisches Karrieremodell – sei es bei Ingenieurinnen, Verkaufsprofis oder Führungsnachwuchskräften. Unternehmen, die früh Potenzial erkennen und gezielt weiterentwickeln, profitieren von internem Wissen, Unternehmenskultur und Loyalität.
Auch die Rolle von Vermögensberatern und Karrierecoaches wird deutlich: Spitzensportler haben oft komplexe Einkommensstrukturen aus Gehältern, Prämien, Werbeverträgen und Investments. Wer hier nicht früh professionell beraten wird, riskiert finanzielle Rückschläge nach dem Karriereende. Ein Blick auf aktuelle Transferstrategien zeigt, wie wichtig gute Berater in der Fußballbranche sind.
WM 2026: Das letzte Kapitel?
Für Luka Modrić steht nun zunächst die WM 2026 auf dem Programm. Kroatien trifft in der Gruppenphase auf starke Gegner und will an die Erfolge der vergangenen Turniere anknüpfen: 2018 Vizeweltmeister, 2022 Dritter. Für den kroatischen Kapitän wäre es die fünfte Weltmeisterschaft und wahrscheinlich der letzte große Auftritt im Nationaltrikot.
Ob er danach tatsächlich bei Real Madrid in eine Führungsrolle wechselt, wird sich nach dem Turnier entscheiden. Fest steht jedoch: Modrić plant seinen Abschied vom Rasen nicht als Ende, sondern als Übergang. Genau diese bewusste Karriereplanung macht ihn zum Vorbild für die nächste Generation von Athleten.
Fazit: Strategie statt Zufall
Luka Modrić beweist, dass ein Karriereende im Profisport kein abruptes Aus, sondern ein planbarer Prozess sein kann. Mit klaren Zielen, Weiterbildung und dem Aufbau eines starken Netzwerks gelingt der Schritt vom Spieler zur Führungskraft. Für Athleten, Vereine und Unternehmen gleichermaßen ist der kroatische Star ein Lehrbeispiel dafür, dass nachhaltiger Erfolg immer mit strategischer Voraussicht beginnt.

Lukas Gruber