Messi mit 38 trifft für Inter Miami: Was Sportmediziner zur Altersleistung erklären

Lionel Messi beim Elfmeter-Schuss während eines Profi-Fußballspiels

Photo : Voltmetro / Wikimedia

Claudia Claudia GruberGesundheit
4 Min. Lesezeit 18. Mai 2026

Lionel Messi trifft mit 38 Jahren, assistiert und führt Inter Miami zu einem 2:0-Heimsieg gegen die Portland Timbers — am 17. Mai 2026, im ersten Spiel am neuen Nu Stadium. Dass ein Fußballprofi in diesem Alter noch auf diesem Niveau spielt, fasziniert nicht nur Fans weltweit: Sportmediziner erklären, warum Messis Körper funktioniert — und was das für alle Aktiven bedeutet.

38 Jahre und kein Ende: Warum Messi immer noch der Beste ist

Messi steuerte beim 2:0-Sieg von Inter Miami gegen Portland nicht nur ein Tor, sondern auch eine Vorlage bei. Es war Miamis erster Sieg in ihrem neuen Stadion — ein symbolischer Moment für einen Verein im Aufbau und für einen Spieler, der eigentlich schon längst nicht mehr auf diesem Niveau spielen sollte.

Mit 25 Punkten nach 14 Spielen führt Inter Miami die Eastern Conference der MLS an. Messi ist 38 Jahre alt. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Karrierelänge eines Profi-Fußballers endet laut Branchenstatistiken mit Mitte bis Ende 30, und die meisten Topleistungen werden deutlich früher erbracht.

Was macht Messi anders? Die Antwort liegt weniger im Ausnahmetalent als in Disziplin, Regeneration und einem medizinisch unterstützten Lifestyle, den Sportärzte genau beobachten.

Regeneration als Schlüsselfaktor: Was Sportmediziner erklären

Wer verstehen will, wie ein 38-jähriger Profi noch auf Weltklasseniveau spielt, muss die moderne Sportmedizin verstehen. Drei Faktoren sind entscheidend:

Aktive Regeneration statt Ruhe: Ältere Profisportler setzen zunehmend auf aktive Regenerationsmethoden — Kältebäder, Kompressionswäsche, kontrollierte Mobilisation und Schlafoptimierung. Studien aus dem Sportmedizinbereich zeigen, dass aktive Erholung Muskelentzündungen schneller abbaut als passive Ruhe.

Individualisiertes Training: Mit zunehmendem Alter sinkt die Kapazität für hochintensive Einheiten. Erfahrene Sportmediziner passen Trainingspläne an — mehr Kraft- und Koordinationsübungen, weniger maximal intensive Sprints. Messi ist dafür bekannt, sein Spiel in den letzten Jahren auf Kreativität und Effizienz umgestellt zu haben, mit weniger vertikalen Läufen und mehr positioneller Intelligenz.

Ernährung und Körperzusammensetzung: Profisportler wie Messi arbeiten mit Ernährungsberatern zusammen, die ihre Diät auf die jeweilige Saisonphase abstimmen. Mäßigung beim Zuckerkonsum, ausreichend Protein zur Muskelregeneration und ausreichend Mikronährstoffe spielen eine zentrale Rolle.

Das gesundheitliche Portal der österreichischen Bundesregierung hält fest: Für Erwachsene ab 35 Jahren ist regelmäßige, moderate Bewegung entscheidend, um Muskelmasse und Koordinationsfähigkeit zu erhalten — beides Faktoren, die Messi bei einem 38-Jährigen auf Weltklasseniveau demonstriert. Mehr dazu unter gesundheit.gv.at.

Was Amateur-Sportler aus Messis Beispiel lernen können

Messi ist kein gewöhnlicher Fall — doch die Prinzipien, die ihn fit halten, gelten für jeden, der Sport treibt oder treiben möchte:

Mit dem Körper arbeiten, nicht gegen ihn: Jenseits der 35 verändert sich der Körper. Regenerationszeiten verlängern sich, das Verletzungsrisiko bei Überbelastung steigt. Wer das ignoriert und mit 40 Jahren trainiert wie mit 25, riskiert Dauerschäden.

Prävention vor Therapie: Viele Sportmediziner betonen, dass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei aktiven Menschen ab 35 wichtig sind — insbesondere Herz-Kreislauf-Checks und Muskel-Skelett-Analysen. Ein Sportarzt kann individuelle Schwachstellen erkennen und gezielt angehen, bevor eine Verletzung entsteht.

Schlaf ist kein Luxus: Schlaf ist die wichtigste Regenerationsphase. Profis wie Messi priorisieren 8-9 Stunden Schlaf pro Nacht. Für Amateur-Sportler bedeutet das: Wer mit Schlafmangel ins Training geht, erhöht das Verletzungsrisiko und beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit signifikant.

Mental stark bleiben: Hochleistungssportler wie Messi trainieren auch ihre mentale Widerstandsfähigkeit. Sportpsychologen helfen bei Druckbewältigung, Fokus und Motivation — Fähigkeiten, die auch im Berufsleben und Alltag wertvoll sind.

Österreichische Sportärzte, wie sie auf Expert Zoom zu finden sind, können für aktive Menschen jedes Alters individuelle Trainingspläne und Präventionsprogramme entwickeln. Auch Hakan Çalhanoğlus beeindruckendes Comeback in der Coppa Italia zeigt, was moderne Sportmedizin für Spitzenathleten leisten kann.

Gelenke, Muskeln, Herz: Was bei aktiven Älteren regelmäßig gecheckt werden sollte

Sportärzte empfehlen für aktive Menschen über 35 Jahre einen strukturierten Vorsorgeplan. Die wichtigsten Bereiche:

Herz-Kreislauf-System: Ein Belastungs-EKG alle zwei Jahre schließt kardiale Risiken beim intensiven Sport aus. Bei Messi, der mit 38 Jahren noch in Sprintphasen Vollgas gibt, ist die kardiale Belastbarkeit regelmäßig geprüft.

Gelenk- und Knorpelgesundheit: Knie, Hüfte und Sprunggelenke sind beim Fußball am stärksten belastet. Frühe Arthrose, Meniskusschäden oder Bänderprobleme lassen sich durch regelmäßige Ultraschall- oder MRT-Untersuchungen frühzeitig erkennen.

Muskelfunktionsanalyse: Mit zunehmendem Alter verliert der Körper Muskelmasse (Sarkopenie). Ein gezieltes Krafttraining unter sportmedizinischer Anleitung bremst diesen Prozess — was für Profis wie Messi gilt, trifft auch auf Hobbyläufer, Tennisspieler oder Freizeitkicker zu.

Diese präventiven Maßnahmen kosten Zeit und Geld, zahlen sich aber langfristig aus: Eine behandelte Muskelverhärtung kostet eine Woche Training; ein übersehener Kreuzbandriss kostet Monate.

MLS: Warum der amerikanische Fußball von Messis Präsenz profitiert

Für die MLS hat Messis Engagement bei Inter Miami weit mehr als sportliche Bedeutung. Seit seinem Wechsel 2023 stiegen die Zuschauerquoten, Trikotverkäufe und Sponsoreninteressen dramatisch an. Der erste Sieg im Nu Stadium am 17. Mai 2026 markiert einen weiteren Meilenstein.

Für Messi selbst stellt sich die Frage: Wie lange noch? Sportmedizinisch betrachtet gibt es keine feste Altersgrenze — solange der Körper regeneriert, die Motivation stimmt und schwere Verletzungen ausbleiben. Pele spielte bis 34, Zlatan Ibrahimovic war noch mit 41 Jahren aktiv in der Serie A.

Was bei nachlassender Leistungsfähigkeit zu tun ist

Für Menschen, die nicht auf Messis Niveau spielen, aber von seinen Methoden lernen wollen, empfehlen Sportmediziner konkrete Schritte:

  1. Regelmäßige ärztliche Kontrolle: Einmal jährlich zum Sportarzt — besonders für Aktive über 35.
  2. Angepasste Belastungssteuerung: Ein professionell erstellter Trainingsplan berücksichtigt Alter, Fitnesslevel und individuelle Risikofaktoren.
  3. Frühe Therapie bei Beschwerden: Wer bei Schmerzen aufhört zu trainieren und einen Spezialisten aufsucht, vermeidet Folgeschäden.

Auf Expert Zoom finden Sie erfahrene Ärzte und Sportmediziner in Österreich, die Ihnen helfen, Ihre sportliche Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.

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