Charlène von Monaco mit neuer Brille: Was Alterssichtigkeit ab 45 bedeutet

Frau probiert beim Optiker eine neue Brille mit glänzendem Gestell an

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Claudia Claudia GruberGesundheit
6 Min. Lesezeit 15. Oktober 2026

Fürstin Charlène von Monaco zeigt sich in dieser Woche mit einem neuen Look: Die 48-Jährige trug bei einem Termin am Montag, dem 12. Oktober 2026, einen Bob und eine auffällige Brille mit glänzendem Gestell. Laut Promiflash vom 14. Oktober 2026 hatte sie dieselbe Kombination schon bei einer Präsentation in der Vorwoche getragen. Warum so ein Brillen-Auftritt für viele Österreicherinnen und Österreicher ab Mitte 40 mehr bedeutet als ein Mode-Statement, erklärt dieser Beitrag.

Was über Charlènes neuen Look bekannt ist

Nach Angaben von Promiflash, das sich auf Fotos des schwedischen Magazins Svensk Damtidning beruft, kombinierte die Fürstin den kurzen Bob mit einem hellgrauen Hosenanzug. Die Brille bildet dabei den Blickfang. Zu ihrer Gesundheit oder zum Grund der Brille machen weder Promiflash noch andere Medien Angaben, und das Fürstenhaus hat sich dazu nicht geäußert.

Am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, weihten Fürst Albert II. und Charlène laut freenet gemeinsam eine städtische Kindertagesstätte in der Condamine ein. Die Einrichtung bietet auf rund 700 Quadratmetern 30 Betreuungsplätze. Dort setzte sich die Fürstin zum Spielen auf den Boden, auch im Alltag mit Kindern ist die Brille also gefragt.

Ob Charlène die Brille wegen einer Sehschwäche, als Lesehilfe oder rein als Accessoire trägt, ist offen. Genau deshalb taugt der Anlass als Erinnerung: Wer mit Mitte 40 plötzlich zur Brille greift, ist in guter Gesellschaft.

Warum die Augen ab etwa 45 nachlassen

Mediziner sprechen von Alterssichtigkeit, fachsprachlich Presbyopie. Die Linse im Auge verliert über die Jahre an Elastizität und kann sich beim Blick auf nahe Objekte nicht mehr ausreichend krümmen. Das passiert bei fast allen Menschen, unabhängig von Lebensstil oder Geschlecht.

Typische Anzeichen sind bekannt:

  • Die Speisekarte oder das Handy wird auf Armlänge gehalten.
  • Kleingedrucktes verschwimmt, besonders abends bei schwachem Licht.
  • Nach längerer Bildschirmarbeit brennen die Augen oder der Kopf schmerzt.
  • Der Wechsel zwischen Nah und Fern dauert spürbar länger.

Als Faustregel benötigen Betroffene mit etwa 45 Jahren eine Lesestärke von rund +1,0 Dioptrien. Mit Mitte 50 sind es häufig +1,5 bis +2,0 Dioptrien. Die Werte sind individuell und müssen immer gemessen werden. Die Informationsplattform des Gesundheitsministeriums, gesundheit.gv.at, bietet dazu einen guten Überblick über Augenerkrankungen und Vorsorge.

Was eine neue Brille mit Mitte 40 auslösen sollte

Eine Brille ist der Moment, an dem sich ein Augenarztbesuch lohnt. Die Alterssichtigkeit ist harmlos, doch ab etwa 40 steigt auch das Risiko für Erkrankungen, die lange unbemerkt bleiben. Dazu zählt vor allem das Glaukom, der sogenannte Grüne Star. Der erhöhte Augeninnendruck schädigt den Sehnerv schleichend, ohne dass man Schmerzen spürt.

Ein Sehtest beim Optiker liefert Werte für die Gläser, ersetzt aber keine medizinische Untersuchung. Ein Augenarzt prüft zusätzlich Augeninnendruck, Netzhaut und Sehnerv. Wer Diabetes hat oder in der Familie Augenerkrankungen kennt, sollte früher und regelmäßiger hingehen.

Wie wichtig der richtige Schutz der Augen ist, zeigte zuletzt auch die Debatte um billige Schutzbrillen bei der Sonnenfinsternis, die wir in diesem Beitrag aufgegriffen haben: Sonnenfinsternis am 12. August 2026: Warum billige Brillen gefährlich sind.

Ein Fall aus der Praxis: Maria, 47, aus Graz

Nehmen wir an, Maria arbeitet in Graz als Buchhalterin und verbringt täglich etwa sieben Stunden am Bildschirm. Seit dem Frühjahr 2026 hält sie die Speisekarte auf Armlänge und hat nachmittags regelmäßig Kopfschmerzen. Im Drogeriemarkt kauft sie eine Fertig-Lesebrille mit +1,5 Dioptrien für 14 Euro.

Hier greift die Wenn-dann-Logik: Wenn Maria die Fertigbrille ohne Untersuchung nutzt, passt sie womöglich nicht zu beiden Augen. Fertiglesebrillen haben auf links und rechts dieselbe Stärke, doch ein Unterschied von 0,5 Dioptrien zwischen den Augen ist häufig. Dann bleibt der Kopfschmerz, und sie kauft nach drei Monaten die nächste Brille.

Lässt sie dagegen einen Termin beim Augenarzt machen, ergibt die Messung zum Beispiel +1,25 rechts und +1,75 links. Zusätzlich zeigt die Untersuchung, dass der Augeninnendruck mit 16 mmHg im Normalbereich liegt, und der Verdacht auf ein Glaukom ist ausgeräumt. Eine Gleitsichtbrille mit individuell angepassten Gläsern kostet dann je nach Ausführung oft mehrere hundert Euro, für sie vielleicht 450 Euro. Sie hält aber Nähe und Ferne scharf und beugt Fehlhaltung am Bildschirm vor.

Die Rechnung dazu: Zwei Fertigbrillen im Jahr zu 14 Euro kosten 28 Euro, lösen das Problem aber nicht. Eine angepasste Brille für 450 Euro, die vier bis fünf Jahre hält, kostet etwa 90 bis 112 Euro pro Jahr. Ein möglicher Zuschuss der Krankenkasse kann die Kosten zusätzlich senken, die Höhe ist je nach Kasse unterschiedlich und sollte vorab geklärt werden.

Lesebrille, Gleitsicht oder Bildschirmbrille?

Die Wahl hängt davon ab, wie Sie Ihren Tag verbringen. Eine einfache Lesebrille genügt, wenn Sie in der Ferne weiterhin scharf sehen und nur für Bücher oder Speisekarten Hilfe brauchen. Der Nachteil: Beim Aufblicken wird alles unscharf, weshalb man sie ständig auf- und absetzt.

Gleitsichtgläser verbinden Ferne, Mitte und Nähe in einem Glas. Sie brauchen meist ein bis zwei Wochen Eingewöhnung, in denen Treppen und Autofahren ungewohnt wirken können. Eine Bildschirmbrille optimiert dagegen den mittleren Bereich von etwa 60 bis 80 Zentimetern und eignet sich für Büroarbeit.

Zwei Mythen halten sich hartnäckig. Erstens: Eine Lesebrille macht die Augen nicht „fauler“, sie verschlechtert die Sehkraft nicht. Zweitens: Augentraining stoppt die Alterssichtigkeit nicht, weil sie auf der Linse und nicht auf Muskelschwäche beruht. Entspannungsübungen können Verspannungen lindern, ersetzen aber keine Sehhilfe.

Auch bei Kindern lohnt der Blick: Wo wie in Monaco neue Kitas entstehen, fallen Sehprobleme häufig erst durch Beobachtung auf, etwa wenn ein Kind Bücher sehr nah an das Gesicht hält oder ein Auge zukneift. Eine frühe Kontrolle beim Augenarzt verhindert, dass aus einer Fehlsichtigkeit eine dauerhafte Sehschwäche wird.

Wie oft zur Kontrolle?

Als Orientierung empfehlen Augenärzte ab dem 40. Lebensjahr eine Kontrolle etwa alle zwei Jahre, bei Risikofaktoren jährlich. Zu den Risikofaktoren zählen Diabetes, Bluthochdruck, starke Kurzsichtigkeit und Glaukomfälle in der Familie. Wer Beschwerden bemerkt, wartet nicht auf den nächsten Turnus.

Praktisch ist es, den Termin mit dem Jahreswechsel oder dem Geburtstag zu koppeln. So geht die Vorsorge im Alltag nicht unter. Bringen Sie zum Termin Ihre bisherige Brille, eine Liste Ihrer Medikamente und eine kurze Beschreibung Ihrer Beschwerden mit. Auch Bildschirmzeit und Arbeitsabstand sind für die Beratung hilfreich, weil sie die passende Glasart mitbestimmen.

Wann Sie nicht warten sollten

Manche Symptome sind kein Fall für den nächsten freien Termin. Suchen Sie umgehend einen Augenarzt oder die Notaufnahme auf, wenn eines dieser Zeichen auftritt:

  • plötzlicher Sehverlust oder ein dunkler Vorhang im Gesichtsfeld,
  • Lichtblitze oder viele neue „schwarze Mücken“ im Blickfeld,
  • starke Augenschmerzen mit Übelkeit und Rötung,
  • verzerrt wahrgenommene gerade Linien.

Diese Anzeichen können auf eine Netzhautablösung, einen akuten Glaukomanfall oder andere Notfälle hindeuten. Hier zählt jede Stunde.

Was Sie jetzt tun können

Der Auftritt der Fürstin in Monaco ist ein guter Anlass, den eigenen Augen etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Diese Schritte helfen:

  1. Termin vereinbaren: Wer 40 oder älter ist und noch nie eine Augenuntersuchung hatte, sollte jetzt einen Termin buchen. In vielen Regionen Österreichs dauert die Wartezeit mehrere Wochen.
  2. Bildschirm anpassen: Stellen Sie den Monitor eine Armlänge entfernt auf und gönnen Sie den Augen alle 20 Minuten eine kurze Pause mit Blick in die Ferne.
  3. Licht verbessern: Gutes Licht beim Lesen entlastet die Augen deutlich mehr, als viele erwarten.
  4. Brille anpassen lassen: Gleitsicht, Bildschirmbrille oder Lesebrille: Welche Lösung passt, hängt vom Alltag ab. Lassen Sie sich beraten.

Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Beschwerden wenden Sie sich an eine Augenärztin oder einen Augenarzt.

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Bildnachweise : Dieses Bild wurde mittels künstlicher Intelligenz generiert.

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